Zugegeben, Apple hat als es Logic Studio 8 herausbrachte, mit seinem neuem
Kampfpreis eine eindeutige Aussage an die Welt geschickt. Denn es fiel nicht nur der Preis, sondern auch das Dongle entfiel, so ganz nach dem Motto "egal ob ihr es kopiert und hackt, hauptsache ihr kauft euch einen Apple/Mac", denn Logic läuft nur auf der Apple Plattform. Das war auch eine sehr klare Kampf- und Preisansage an Steinberg die als Logic Studio 8 herauskam noch Cubase in der Version 4 anboten.
Kurz anmerken sollte man nun, dass während bei Apple, Logic Studio die große Softwaresammlung mit Logic Pro 8 und den anderen Softwarepaketen ist, kennzeichnet bei Cubase der Zusatz Studio, die kleinere Softwaresammlung. Cubase Studio wäre da wohl eher mit Logic Express gleichzusetzen und gehe daher nur auf die zwei großen, vollständigen Pakete ein.
Cubase hat durchaus mit seinen Preisen nachgezogen und bietet Cubase 5 immer noch sowohl für Windows (VIsta) Rechner an, als auch für Apple Mac Rechner. Um zumindest bei der Apple Mac Plattform nicht ganz unter zu gehen bietet man nun Cubase zu einem Preis von 599,- Euro bzw. bei den großen Musikläden für 555,- Euro an. Die EDU- bzw. Studentenversion kann man dort auch schon für 269,- Euro bekommen. Die EDU-/Studentenversionen unterscheidet sich dabei in nichts von der normalen Version.
Das ist aber immer noch nichts im Vergleich zu Apple. Wie schon oben erklärt ist hier Logic Studio das Komplettpaket mit der ganzen und kompletten Audio-Software die es von Apple gibt. Diese kostet bei Apple 479,- Euro und ist damit schon um mehr als 100,- Euro günstiger als das Steinberg Cubase Paket. Bei den großen Musikhäusern kostet Logic Studio 8 nur noch 399,- Euro und ist im Verhältnis zum dortigem Preis um lockere 150,- Euro günstiger. Den Preis schießt aber hier die EDU-/Studentenversion ab, denn die kann man in Deutschland für knappe 180,- Euro bekommen und ausgeliefert wird dabei die Original Retail Version.
Damit bleibt Apple mit seinem Logic Studio immer noch knapp 90,- Euro unter Cubase und ohne Dongle.
Zumindest früher war es zum Teil so, dass diese EDU-/Studentenversionen keine vollwertigen Versionen waren, auch nicht upgedatet werden durften oder gar nur für nicht-kommerzielle Projekte verwendet werden durften. Auch diese Beschränkungen sind zumindest bei Apple wie es scheint komplett entfallen. Auch wenn derartige Versionen nur für Studenten, Lehrkörper an den Unis und den Universitäten selbst bestimmt sind, ist es nicht unüblich über solche Universitätsangehörige sich derartige Produkte zu besorgen.
Dies soll hier keine Anleitung sein, wie man günstig an Softwareprodukte kommt, aber durch den Wegfall dieser früher noch geltenden Beschränkungen erscheint es einem doch so, als ob gerade auch Apple versucht seine Audiosoftware über diesen Weg vielfältig an den Mann zu bringen. Der Preiskrieg scheint in diesem Segment jedoch unübersehbar.