Bei der Modellierung/Simulation von Gitarrenverstärkern nebst Gitarrenboxen und deren Mikrofonierung gibt es ja nun die unterschiedlichsten Ansätze. Einer davon ist der rein Rechnergestütze wo ebenfalls mit verschiedenen Ansätzen und Softwaremodellen gearbeitet wird um eine Simulierung und möglichst naturgetreuen Klangabbildung eines tatsächlichen Gitarrenverstärkers nachzubilden. Daher kann man nicht immer aus der tatsächlichen Rechenkraft des jeweils verwendeten Prozessors, auf die Güte einer Simulation sprechen.
Wenn man jedoch davon ausgeht, dass gewisse Meßtechniken und deren programmiertechnische Umsetzung schon mehreren Firmen in der Branche geläufig sind und sich ebenfalls ähneln, bzw. andere bzw. gewisse Modellierungstechniken einfach erst bei einer gewissen Rechenleistung möglich sind, dann kann ein derartiger Vergleich durchaus sinnvoll sein und Rückschlüsse auf die Qualität der Simulation offenlegen.
Aus diesem Grund und zur reinen Neugier hier nun die verwendeten Prozessoren und Daten aus den Line 6 Modellen von
POD XT,
POD X3 und einem anschließendem Vergleich zum Vetta, wie auch die Daten zum
Axe-FX von Fractal Audio Systems:
POD X3 DSP: SHARC ADSP-21369 at 266 MHz (KSZ-1A), 1.6 GFLOPS
POD XT DSP: at 60 MHz, 180 MFLOPS
Axe-FX DSP: TigerSharc at 500MHz, 3.0GFLOPS
Zudem ist der Bus vom Axe-FX 128bit breit und der X3 nur 64Bit breiten. Somit kann beim Axe-FX die doppelte Datenmenge durchgeschleust werden.
Damit steht dem neuem POD X3 neun mal so viel Rechenkraft zur Verfügung wie dem POD XT und im Gegenzug ist der Axe-FX also drei mal so schnell wie der POD X3.
Zum derzeitigen Flaggschiff von Line 6, dem Vetta kann man sagen, dass er mit zwei der im POD XT vorhandenen SHARC ADSP-21065 arbeitet und damit rein rechnerisch, weit unter der möglichen Leistung des POD X3. Da hier ja wohl ähnliche oder sogar verbesserte Rechenmodelle verwendet werden, solle der POD X3 auch Klangtechnisch besser sein als der Vetta. Es kann aber ebenso sein, dass Line 6 hier den POD X3 vorerst ausbremst um dem Vetta weiterhin einen so genannten Elitestatus in der Produktreihe zu ermöglichen.
So wie man aber Line 6 kennt, wird bei einem evtl. neuem Vetta o.ä. Referenzverstärker, wie auch bei aufkommender Konkurrenz wie z.B. von
VOX ö.ä., erneut ein Softwareupdate für den POD X3 verfügbar sein wo dieser dann z.B. richtig seine Muskeln ausspielen kann. Zumindest konnte man ein ähnliches Verhalten von 'Line 6 schon bei den alten PODs beobachten.
Aber wie gesagt, dies sind hier nur Vermutungen meinerseits.
Weitere Daten:
POD X3 CPU: NXP ARM7-Controller LPC2220FBD144
POD X3 Converters: 3pcs of the CS4272 - 24-Bit, 192 kHz, 114 dB Stereo CODEC
POD XT Converters: AK4528 - 24-Bit 96kHz, 110dB Stereo CODEC
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