Also Hitflip startete wie schon einmal zuvor die Aktion der Superblogs. Das Prinzip ist einfach, es gibt unterschiedliche Kategorien und die "Leser" können für ihren jeweiligen Favoriten abstimmen. Nun, so weit so gut.
Zur Auswahl kommt eine Software, die durch Cookies und IP, den eindeutigen Userklick identifizieren soll und damit eine Mehrfachabstimmung verhindern soll. Wie schlecht diese Software funktioniert und zu welch einer Farce diese Abstimmung geriet, davon weiss auch Peter vom Musikblog
Schallgrenzen zu berichten.
Überhaupt zeichnete sich gerade in der Rubrik Musik schnell ab, wie die Wahlmaschine so was aber auch von offensichtlich ausgetrickst wurde. Da generierte zu Beginn ein eher wenig frequentierter
Kifferblog Wahlstimmen wie sonst was. Blogs zum Beispiel in anderen Kategorien mit über dem hundertfachen der Seitenzugrifen des besagten Kifferblogs und einer ebenso hundertfachen Stamm- und Feedlesern, erreichten hier aber nur einen Bruchteil der Wahlstimmen des Kifferblogs.
Daraufhin schaute ich mir diese tolle Wahlsoftware an und siehe da, wenn man schön seinen Cache leert und mit entsprechenden Mitteln über eine neue IP die Wahlseite aufrief, konnte man Klicks ohne Ende generieren. Ja das war ja mal interessant. Damit hätte ich mich ja mal locker an die Spitze setzen können, aber nur wegen 200,- Euro Preisgeld und
diesem Titel?
Nö, da schaute ich mir doch lieber an, was so die anderen
klicken treiben.
Nun kann ich nicht genau sagen woran es hier wirklich gelegen hat, aber neben dem Kifferblog hatten nun wohl auch andere Musikblogs die Nase voll und wollten sich dies so nicht gefallen lassen oder sie hatte einfach nur der Ehrgeiz gepackt, denn plötzlich generierten hier weitere Blogs so unglaublich hohe Zahlen.
Nur mal um es zu verdeutlichen. Blogs in anderen Kategorien mit zahlenmäßig wirklich hundertfach mehr aktiven Benutzern, generierten fasst nur einen zehntel der Wahlklicks, dieser Musikblogs. Das summiert sich also schon auf einen ordentlichen Klickbetrugfaktor, der aber so was von offensichtlich ist/war, dass die Wahl hier unter realen Umständen längst hätte abgebrochen werden müssen, wenn nicht eindeutige
Marketinginteressen dahinter stehen würden.
Aber die Klickbetrüger gab es nicht nur bei den Musikblogs, sondern auch in ein paar weiteren Kategorien und so findet man auch
hier,
hier und
hier kritische Bemerkungen zum Wahlbetrug, sowie einige weitere Gedanken dazu
hier und
hier.
Und was bleibt nun zum Schluss?
Die Wahl der Superblogs ist ungefähr so repräsentativ für die Blogs, wie eine Gesundheitsunbedenklichkeitsstudie zum Rauchen aus den medizinischen Labors der Firma Marlboro