Wichtigstes Kriterium für
diese Box ist die sogenannte
Fullrangetauglichkeit. Sie muss von den hohen Tönen wie Becken, Gesang und Gitarre, über ausgewogene Mitten, bis hin zu den Tiefen Frequenzen eines Bass und einer Basedrum gleichermaßen wiedergeben können.
Als ersten Härtetest, lasse ich von
Tschaikowsky das Klavierkonzert No.1 über die Boxen laufen und der Höreindruck ist schon einmal
recht gut. Ein bisschen mehr Höhen und Bässe über die eingebaute Klangregelung und man hat einen ausgewogenen und präsenten Klang. Dies entspricht einer typischen Hifi EQ-Kurve, die ich bevorzuge.
Als nächstes kamen Songs aus den Bereichen
Rock,
Pop und
Latin mit ihren typischen komprimierten Sound. Auch hier keine Beanstandung. Ebenso der angeschlossenen
POD klingt hervorragend.
Ein angeschlossenen
Mikrofon an der XLR-Buchse, kommt dank zuschaltbaren Vorverstärker äußerst gut und druckvoll rüber.
Als nächstes wird noch der
Drumcomputer angeschlossen. Hier kommen alle einzelnen Soundpatterns von der hohen High-Hat, und Klick bis zur Basedrum gut rüber.
Später als der Bassist kommt, zeigt die Box, dass sie auch als
Bassverstärker ihre Stärken hat. Gemeinsam mit dem angeschlossenem Drumcomputer setzen sich die Bässe selbst bei geringster Lautstärke mit spürbaren Vibrationen in der Wohnung durch. Auch Bass und Gitarre gemeinsam, harmonieren perfekt über die Box.
Klanglich klingt die Box transparent und lässt allen Instrumenten ihren Frequenzbereich zum wirken ohne einen Klangmatsch zu verursachen.
Dies überzeugte auch unseren Bassisten Roger, sich ebenfalls die Box zu bestellen.
Aber den echten praxistauglichen Test, wird sie erst beim nächsten Auftritt am
31.10.2005 in Lippstadt unter Beweis stellen können. Da wird sie auch unter Last zeigen müssen, wie sich ihr Klangverhalten verändert, wenn die
400 Watt Sinus aufgedreht werden.
Rätselraten verursachte die Suche nach den
Kühlrippen für den integrierten Verstärker. Wie ich später in einem Posting las, verbergen sich die Kühlrippen in den Bassreflexöffnungen, die so kaum als Metall vom umgebenden Kunststoff auszumachen sind. Hier übernimmt sozusagen der 15 Zöller die Arbeit des Lüfters mit und sorgt für den nötigen Luftaustausch.
Im Gespräch standen auch noch die
Mackie SRM 450 und die
Yamaha MSR400, jedoch sind beide nur mit einem 12 Zoll Lautsprecher ausgerüstet und weißen auch jeweils nur einen Eingang auf. Wir wollten aber bei kleinen Auftritten auch mal ohne zusätzlichen Mixer Direkt in die Box gehen können. Hier einspricht die JBL mit ihren drei separaten Eingängen und der freien Klangregelung bestens unseren Ansprüchen.
Selbst mit nur eine Box können wir so ohne weiteres Bass, Gitarre und Gesang ohne zusätzliches Equipment anschließen und es klingt gut. Wenig Aufwand bei optimalem Ergebnis.
Gerne hätten wir uns auch einmal die
BOSE PAS samt ein bis zwei Basswürfel gegönnt und getestet. Jedoch will BOSE Europa, für eine Systems welches in den
USA 1500,- Dollar kostet, hier
in Europa weit über 3500,- Euro dafür haben. Da wird BOSE in uns keine Anhänger ihres Systems finden. Wir werden auch so nie erfahren, ob die vollmundigen Versprechen die BOSE zu ihrem System machen, überhaupt zutreffen.
War ich zuerst auch eher skeptisch über die eher unübliche Monitorposition der JBL, im längs gekippten Zustand, muss ich doch sagen, dass sie so in der Wohnung, fast wie designtes Mobiliar aussieht. Sie wirkt ganz und gar nicht wie übliches PA-Equipment und muss daher nicht wirklich in den Abstellraum.