Sprache ist komplex, aber das Sprechen bzw. das gesprochene Wort ist dabei noch komplexer und verlangt einem Menschen viel mehr ab, als man es auf den ersten Blick und durch das Jahrelange Training erwartet. Dies merkt man unter anderem wenn man in Kontakt mit Menschen kommt, die einen anderen Dialekt sprechen, wo die selben Wörter plötzlich schwer verständlich oder gar unverständlich werden. Aber auch bei Menschen mit Sprachstörungen führt dies beim gesunden Menschen zu einem Verständigungsproblem. Ebenso auch bei Schäden im Ohr, die plötzlich bei gesunden Menschen auftreten. Hier muss der Mensch von neuem das Hören erlernen.
Ähnlich ergeht es uns nun, wenn wir einem Klavier das sprechen beibringen. Das Klavier hat als Instrument einen sehr großen Tonumfang und wenn wir Sprache in einzelne Frequenzspektren auflösen, so ist es möglich diese den einzelnen Tasten des Klaviers zuzuordnen. Problem ist aber, dass eine Klaviertaste nicht einen reinen Sinuston reproduziert, sondern mehrere Töne die in unserem Gehör zu einem harmonischem Ton verschmelzen. Dies wird schon dadurch erschwert, dass eine Taste gleich mehrere Saiten anschlägt. Trotzdem ist das folgende Unterfangen, über das Klavier zu sprechen, eine interessantes Experiment.
Ich für meinen Teil kann eher sehr wenige Wörter heraushören. Sehe ich jedoch die Wörter zugleich, wird das Klavier gleich sehr viel verständlicher. Also nicht nur ein sprechendes Klavier, sondern auch eine Veranschaulichung des Sprechens und Hörens.
Ein Klavier zum Sprechen bringen - Das Problem Sprechen und Hören
Das Akkordeon hat bei vielen zu unrecht einen schlechten Ruf, denn das Teil ist nicht nur das Instrument für den Tango, sondern hat bei weitem mehr auf den Kasten, als man denkt.
Hier nun erneut ein schönes Beispiel für das was man alles mit einem Akkordeon anstellen kann. Das in der Regel von Streichern gespielte Stück Die Vier Jahreszeiten (Le Quattro Stagioni ) mit dem Sommer (III. Presto) von Vivaldi, rockt enorm auf dem Akkordeon:
Vivaldis Vier Jahreszeiten mit dem Sommer auf einem Akkordeon
In der Band Diablo Verde bei der ich mitspiele, hatte eines Tages unserer Bassist den Vorschlag doch mal "Long Time" von Boston zu spielen, natürlich mit dem dazugehörigen Vorspiel "Foreplay". Für eine Band die auch mal die "größen" und "außergewöhnliche" Rockstücke der damaligen Zeit spielen wollte und dazu einige Mitglieder ihre Vorliebe für progressive Rock-Stücke hat, genau das passende Stück, aber leider etwas diffizil in der Umsetzung für eine neu gegründete Band. Auch mit dem Orgelpart hatte unserer Keyboarder erstmals ein paar Probleme dies in der Originalgeschwindigkeit zu spielen.
Nun fand er jedoch das folgende Stück Video im Netz und ist dabei noch "geflashter" was das Orgel-Solo am Anfang angeht. Wer genau hinsieht, der bemerkt es auch sofort aber spätestens bei Minute 1.20 steht fest, was es mit dem Orgel-Solo auf sich hat.
BOSTON "FOREPLAY / LONG TIME" LIVE 1979 NJ
Der Clou bei dem Orgel-Solo ist, dass es nicht der Keyboarder spielt, sondern der Gitarrist Tom Scholz von Boston
Man sollte wissen, dass Tom Scholz auch das einzige noch verbleibende Gründungsmitglied bei Boston ist und selbst Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard und wer weiß noch was alles spielt
Aber am Bass hat Boston ja mittlerweile einen sehr attraktiven Ersatz gefunden.
Ich liebe die Musik der 80er und auch die dortige Synthiemusik, bzw. den Einsatz der damaligen Synthesizer in der dortigen Musik. Diese musikalische Leibe scheinen auch drei junge Typen der 90er Jahre zu teilen und bringen daher ein 80er Jahre Medley auf den folgenden Synthesizern zum besten:
Kaum ein Name einer Person ist so eng mit dem Begriff Synthesizer verbunden wie Robert Moog, der als Pionier auf diesem Gebiet gilt und mit seinem Moog-Synthesizern die Entwicklung in diesem Bereich geprägt hat.
Im US iTunes Store gibt es nun eine Dokumentation von Hans Fjellestad zu Robert Moog und seinen Synthesizern mit dem Namen "Moog: A Documentary Film". Hier gibt es nun einen kleinen Ausschnitt dazu:
Also ich weiß noch was das für Teile waren, diese ersten elektrischen Orgel und fand es schon damals beeindruckend, was man mit diesen Teilen so alles anfangen konnte. Zudem war da ja noch die zwei geteilte Klaviatur und die Fußpedale. Das die elektrische Orgel aber stetig weiterentwickelt wurde und auch ihre Kundschaft hat sieht man nicht nur in dem folgendem Video, sondern auch in dem beeindruckendem Spiele einer jungen Japanerin mit Carry On Wayward Son von Kansas.
Was ich bis Dato noch nicht wusste, bin halt kein Keyboarder, dass man mit seitlichen Fingerbewegungen auf den Orgeltasten die Artikulation eine Tones verändern kann. Da hat man sich ja was gutes von der Gitarre abgeschaut.
Kein Wunder das so ein Tel nicht nur mit 140 kg sen Gewicht sonder auch mit knapp 13.000,- Euro seinen Preis hat. Aber das ist ja auch nur das populäre Mittelklassemodell, denn das Topmodell YAMAHA STAGEA ELS-01X kostet schlappe 20.000,- Euro.
Übrigens, die Dame im folgendem Video heißt Yuki Wada und wenn ich mir ihr rechtes Auge so anschaue, dann passt da was nicht so ganz
Ich bin ja ein Fan von echten Synthesizerklängen, der Musik von Kraftwerk und Jean Michelle Jarre, der Homecomputer-Zeit Musik von Comodore C64 und AMIGA, der FM Synthese aus den 80er Jahren und daher mag ich solche Keyboards wie den hier vorgestellten Roland V-Synth GT und seinen Klängen. Das sind Keyboards wo ich tagelang nur Klangteppische und Musikwelten gestalten würde.
Es gibt Keyboards und Synthesizer von denen träumen ernsthafte Musiker. Und dann gibt es Keyboards die speziell für eine gewisse Gruppe von Musikern entwickelt wurde, den Alleinunterhaltern. Hier sei erwähnt, es handelt sich um die Kayboard-MIDI-Schubser-Alleinunterhalter. Eine Spezies, von denen die meisten nicht einmal ihr Programm alleine an einem "echtem" Klavier zum besten geben können.
Ja und für derartige "Musiker" bzw. diese Art von "Alleinunterhalter", gibt es dann Keyboards, die unter den Namen Workstations fungieren und die man niemals bei einem echten Keyboarder auf der Bühne sehen würde. In diesem Bereich ist das Tyros von Yamaha unschlagbar. Diese Alleinunterhalter-Traummaschine gibt es nun in der Version 3.
Schon das Tyros 2 konnte mit erstaunlichen Analogsounds aufweisen, die sehr gut klangen.
Klar das Yamaha mit der dritten Version des Tyros nun enorm nachgelegt hat und somit den Traum einer wollmilcheilegenden Sau hergestellt hat.
Michel Voncken und das Yamaha Tyros 3 / Michel Voncken and the Yamaha Tyros 3
Die Clavioline gehört zu den etwas unbekannteren Instrumenten und wird gerne als der Vorgänger des analogen Synthesizers bezeichnet.
Erfunden wurde es 1947 von Constant Martin. Es besteht aus einem Keyboard und einer separaten Verstärkereinheit. Das Keyboard hat drei Oktaven und einige Knöpfe um die Töne zu verändern wie zum Beispiel das Vibrato. Es wurden auch einige Modelle hergestellt, die über Hall verfügten oder 1950 ein Konzert Modell von Gibson und Selmer.
Auch wenn er zu seiner Zeit viele Zerreißproben und Krisen überstehen musste und sie nicht immer für alle zur Zufriedenheit gelöst hatte und ebenso in zahlreichen Bereichen die Gesellschaft mit seinen Entscheidungen spaltete, so ist heutzutage sein Rat und Wissen gefragten denn je, auch unter den Politikern aller Fraktionen.
Er war nicht nur ein Mann mit Weitsicht, unbestrittener Intelligenz, sondern auch ein sprachgewandter Mensch, der mehrere Sprachen fließend sprechen kann. Wo andere Politiker sich eines Dolmetscher bedienen müssen, da sprach er direkt mit seinen außenpolitischen Partnern und Kollegen. Aber nicht nur dies, sondern er war auch ein leidenschaftlicher Musiker, Orgel- und Klavierspieler. Und dies mit Hingabe.
Seine musikalische Vorliebe gilt dabei Johann Sebastian Bach. Sein musikalisches Können war zumindest so weit fortgeschritten, dass er seinerzeit mehrere Schallplatten aufgenommen hat. Dabei interpretierte er Werke der klassischen Komponisten wie zum Beispiel von Wolfgang Amadeus Mozart, Konzert für drei Klaviere und Orchester KV 242, oder von Johann Sebastian Bach, Konzert für vier Klaviere und Streicher A-Moll BWV 1065, jeweils gemeinsam mit den Pianisten Christoph Eschenbach, Justus Frantz sowie Gerhard Oppitz.
Die musikalische Freude wurde im jedoch mit der Zeit durch sein nachlassendes Gehör genommen. Der Grund dafür ist offenbar ein so genanntes Knalltrauma aus seinen Kriegstagen. 1999 erlitt der Altkanzler einen Hörsturz auf seinem linkem Ohr, wobei sein Innenohr nachhaltig geschädigt wurde. Heutzutage sagen Vertraute, dass er einzelne Instrumente noch hören kann, jedoch mehrstimmige Musik nicht mehr ertragen kann. Und so spielt er trotzt seines beschädigtem Gehörs immer noch Klavier.
Ein Verlust den Musiker sicher um ein mehrfaches so hart treffen wie normale Menschen und so sagt er auch: "Es ist ein großer Schmerz meines Alters, dass ich nach weitgehendem Verlust meines Gehörs Musik nicht mehr vernehmen kann."
Auch der Star-Pianist Justus Frantz, mit dem er zusammen gespielt hat, bedauerte den Gehörzustand von Helmut Schmidt: "Es ist eine Tragödie für einen so wunderbaren Musiker und musisch gebildeten Menschen. Es tut mir schrecklich leid."
In dem folgendem Ausschnitt aus der NDR Sendung Helmut Schmidt außer Dienst äußert sich Helmut Schmidt zur Musik und seiner Taubheit, ab Minute 2.
Vierhändig Klavierspielen das kann ja jeder, aber Vierfüßig nicht. Und Anstrengend ist das auch noch. Und so klingt und schaut es aus, wenn man springend und steppenderweise auf einer großen Klaviatur den türkischen Marsch von Mozart spielt:
Ein Keyboarder ist ja gegenüber einem Gitarristen was die Bewegungsfreiheit angeht, doch realtiv im Nachteil. Als Gitarrist, kann man über die Bühne laufen und überall seine Show abziehen. Der Keyboarder dagegen ist in der Regel an seine Keboards gefesselt.
Aber gerade in den 80ern gab es ja die tragbaren Keyboards, von denen zahlreiche Keyboarder dann auch gebrauch machten um eben auch mal eine "laufende" Show machen zu können. Hier gab es einige Modelle ohne eigene Tonerzeugung, wie von Korg den RK-100 und von Casio den AZ-1. Dann gab es komplette Synthesizer, wie der Roland SH-101, der Moog Liberation und der KX-5 von Yamaha.
Hier in Deutschland jedoch erlangte das tragebare Keyboard einen großen Imageschaden durch die Band Modern Talking, wo man Dieter Bohlen mit einer Gitarre und Thomas Anders eben mit einem solchem Keyboard bewaffnet sah. Dieses Bild hat sich seit dem, zentral in das deutsche Kollektiv eingeprägt und derartige Trage-Keyboards gelten seit dem als No-Go, weil Modern Talking Like.
Aber nun kommt ein tragbares Keyboard daher, was sich erfolgreich diesem alten, schändlichen Image entgegenstellt, der Zen Riffer.
Schon verrückt, auf was Leute so alles kommen. Hier spielt jemand den türkischen Marsch von Mozart auf zwei Telefonen und zwei Handys und tut es fast so, als würde er Klavier spielen.
Kennt ihr diese Keyboarder die meinen nur weil sie eine klassische Klavierausbildung genossen haben, müssen sie nun jeden in der Band mit ihrer Notenkenntnis nerven?
Diese Keyboarder die mit ihren MIDI-Kisten ständig zeigen müssen, wie entbehrlich jeder andere in der Band ist, weil ihr Keyboard nun auch die letzte menschliche Nuance eines akustischen Instrumentes nachspielen kann.
Die Harfe ist als Instrument schon eine geniale Erfindung nur so unheimlich unhandlich. Eine moderne Variante ganz im Star-Wars Style mit Lasern hat nun Stephen Hobley sich hergestellt.
Das Prinzip ist im Grunde einfach, aber die Realisierung ist wie immer etwas für Experten und Erfahrene Elktroniker, denn auch so Laserbasteleien sollte man nicht ohne Hintegrundwissen verbauen.
Die Macht ist nicht mit jedem
Als Sensor hat er eine Nintendo WiiMote eingesetzt die er so modifiziert hat, dass sie nicht mehr auf Infrarotstrahlen anspricht, sonder auf den 532 nm Laser.
Hier nun ein musikalisches Beispiel der Laser Harfe im Einsatz mit dem Song Rendezvous II von Jean-Michel Jarre:
Das iPiano gab es ja schon einmal als Photoshop Arbeit, aber das Piano/Klavier auf dem iPhone ist da doch eine reale Angelegenheit. Man kann über die gesamte Klaviatur scrollen und dabei in praxistauglicher Manier die echte Multitouchfähigkeit des berührungsempfindlichem iPhone / iPod Touch-Bildschirmes bewundern.
Hatte ich schon einmal über das Stück "Carry On Wayward Son" von Kansas geschrieben, welches ich in der neuen Band Diablo Verde spiele, so war unser Keyboarder im Netz unterwegs und fand das folgende, niederschmetternde Video vor. Diese kleinen und vor allem jungen Japaner, können einem aber auch jegliche eigene, musikalische Hoffnung nehmen
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