Heute war ich am Friedrichsplatz in Kassel. Dies ist ein großer Platz vor dem
Fridericianum und einem der Hauptgebäude der
documenta in Kassel.
Nun ist der Friedrichsplatz auch per Straßenbahn zu erreichen, was auch dem einem oder anderen
documenta-Besucher bekannt ist. Diese, nicht selten auch ausländische documenta-Besucher, warteten nun an der besagten Haltestellte Friedrichsplatz, auf ihre Bahn.
Zur gleichen Zeit, fand aber am etwas weiter gelegenem Königsplatz, die seit Jahren stattfindende Montagsdemo statt, wodurch die Straßenbahnen in der Innernstadt umgeleitet wurden.
Kassel hat für die Innenstadt ein erprobtes und hochaktuelles Informationssystem an den Bahnhaltestellen und so informierte in regelmäßigen Abständen eine Stimme über die Lautsprecher, dass aufgrund der Demonstration, die Straßenbahnen umgeleitet wurden.
Nur leider wurde diese Information ausschließlich in Deutsch ausgegeben, so dass sich die ausländischen documenta-Gäste, dort in steigender Zahl die Füße platt standen und vergebens auf ihre Bahn warteten.
Ich fand das schon ein bisschen peinlich für eine Stadt in der die wichtigste, weltweite Kunstausstellung der zeitgenössischen Kunst stattfindet.
Auf der anderen Seite, hatte es aber auch etwas von einer künstlerischen Aktionsinszenierung der multilingualen Art.
Manchmal erlebt man Kunst auch einfach nur dort, wo man genauer hinschaut
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