Da überkam mich doch neulich in der Stadt, so gegen Mittag, der Hunger und ein Appetit auf Fisch. Tja und wenn es um Fisch geht, dann heißt die Lösung für die einen Fischstäbchen oder FishMäc bei McDoof aber als integrierungswilliger Spanier heißt dies für mich natürlich Nordsee-Restaurant. Guten und relativ frischen Fisch aus deutschen Fangkuttern, mit deutschem Kartoffelsalat und Mineralwasser aus deutschem Boden. Ich weiß ja wie ich als Ausländer meinem Gastland unter die Arme zu greifen habe.
Aber dann der Schock, Nordsee war komplett in deutscher Rentnerhand. Nicht nur das alle Tische voll belegt waren, nein auch eine große Rentnerschlange hatte den Bestellbereich und die Kasse in ihrem Besitz genommen. Ich wusste ja, dass der Nordsee ein etwas angestaubtes Image anhing, aber das die Nordsee das McDoof der alten Leute ist, dass wurde mir erst an diesem Tag bewusst.
So gesehen hat Nordsee in der heutigen Zeit natürlich ein gutes Standbein für die jetzige Krise, denn noch kommt der Staat bei dieser Rentnergeneration für deren Unterhalt / Renten auf. Aber dieses Standbeim stirbt langsam aber sicher aus und wenn Nordsee nicht bald einen Imagewechsel schafft, dann hauen die Rentner von morgen ihre Dritten in Hamburger & Wopper und nicht mehr in Matjes & Scholle.
Ich kenne da ja diesen Witz wo der Polizist zum Betrunkenen sagt, er möchte doch mal auf der weißen Linie gehen, worauf ihn der Betrunkene fragt, welche denn, die Linke oder die Rechte?
Hier nun ein weiterer Fall exzessiven Alkoholkonsums, wo der Mann schon vor dem eigentlichen Alkoholtest, bei selbigen durchfällt und ihn nicht besteht. Also eindeutiger geht es doch wohl kaum oder?
Damals informierte ich mich also gründlich über all die möglichen Kaffeemaschinen, von denen man sagte sie würden einen möglichst guten Espresso- und Kaffeegenuss ermöglichen. Angefangen von den Vollautomaten wie Jura und Saeco, bis hin zur höheren Kunst der Siebträgermaschinen á la Gaggia mitsamt den passenden Mühlen.
Oft genug lese ich das Deutschland beim Kaffeekonsum ganz weit vorne liegt. Deutsche trinken gerne und viel Kaffee nur leider beweißen sie dabei keinen Geschmack.
Kaffee ist das Getränk, wo der Deutschen weiß, dass man es mit Milch und Zucker zu sich nehmen kann. Der kultivierte, intellektuelle Deutsche selbstverständlich, kennt mitlerweile auch solch exotische Kaffeegerichte wie "Latte macchiato" oder gar einen Espresso, auch wenn er den Unterschied zwischen Espresso und Mokka oder Latte macchiato und Caffè Latte nur dem Namen bzw. des serviertem Behälters nach her kennt.
Aber das schlimmste an Deutschland ist, dass man oft genug in Bars, Kneipen usw. richtig schlechten Kaffee serviert bekommt. Da bekommt man bittere Brühen als Kaffee vorgesetzt bei denen sich einem der Magen umdreht. Andere male wird dort in heißes Wasser schlicht und einfach nur Pulverkaffee hineingeschüttet und es wird dann verlangt, dass man dafür auch noch richtig teures Geld hinblätter. Für mich ist es nichts anderes als braune Scheiße zum Trinken.
Ihr lieben Deutschen, es ist ja gar nicht mal so schlimm, dass ihr nicht die kulinarische Vielfalt an Kaffeezubereitungen wie zum Beispiel bei uns in Spanien kennt, aber warum muss bei euch selbst ein einfacher Milchkaffee zum weglaufen schmecken?
Bitter ist nicht gleich Kaffee!
Wenn selbst Läden wie McDoof und Konsorten besseren Kaffee anbieten, dann habt ihr doch ein ernsthaftes Kafeegeschmacksproblem. Selbst ich bevorzuge oft genug eben diese Läden, weil ich weiß, dort einen akzeptablen Kaffee zu bekommen, im Gegensatz zur Bar/Kneipe nebenan.
Und wenn ich dann diese Senseoschrottmaschinen sehe und der Kaffee der dort in die Tassen der Nation tröpfelt, dann wird mir richtig übel. Es geht auch gar nicht darum, dass man einen teuren Jurasaecovollautomaten zu Hause stehen haben muss oder sie einfache Kapselmaschine , ebenso wenig wie die kompliziert zu bedienende Handpumpespressomaschine, es geht hier nur um den Geschmack.
Ich weiß ich sollte nicht alle Deutschen über eine Kamm scheren, aber ich bekomme so oft bei Deutschen und in deutschen Geschäften derartig schlechten Kaffee vorgesetzt, dass ist doch nicht mehr normal. Und dann dort auch noch die Preise für diesen offensichtlichen Geschmacksmüll.
Es ist ja nicht so, dass ich einen "Carajilo con ron" erwarte, aber ein einfacher leckerer Milchkafee ist doch wohl wirklich nicht zu viel verlangt, oder?
Es steht außer Frage, dass in der heutigen Welt Nahrung, die Bewirtschaftung und das Essen an sich, ganz absurde Formen angenommen haben.
In der heutigen, modernen Welt haben wenige Konzerne die Macht, dem Verbraucher schöne, geschmacklose Nahrung auf dem Tisch zu servieren. Weiterhin schreitet die Industrialisierung in der Lebensmittelindustrie weiter voran und macht auch vor den Tieren keinen halt, welche wie in einem ScienceFiction gezüchtet und geschlachtet werden. Denn eines weiß ja mittlerweile der Verbraucher "Geiz ist Geil!"
Wer nur nach diesem Motto lebt und handelt, braucht sich dann auch nicht zu wundern, wie seine Lebensqualität in Bezug auch Essen sinkt. Fisch sind Fischstäbchen, Mais kommt aus der Dose, Tomaten sehen rot aus aber haben keinen Geschmack und ein Steak schrumpft in der Pfanne ebenso wie sein Geschmack.
We Feed the World ist ein österreichischer Dokumentarfilm, der ein kritisches Licht auf die zunehmende Massenproduktion von Nahrungsmitteln und die Industrialisierung (zum Beispiel in der Massentierhaltung) wirft. Er ist der erfolgreichste österreichische Dokumentarfilm seit Beginn der statistischen Erfassung, gedreht von Regisseur Erwin Wagenhofer im Jahr 2005 in Österreich, der Schweiz, Brasilien, Rumänien, Spanien und Frankreich. Mit 200.000 Besuchern in Österreich und rund 300.000 Besuchen in Deutschland zählt der Film zu den erfolgreichsten österreichischen Produktionen der letzten Jahre und ist die meistgesehene österreichische Produktion in Österreich 2006, deutlich vor dem zweitplatzierten In 3 Tagen bist du tot.
Bei GoogleVideo gibt es den 95 Minütigen Dokumentarfilm in voller Länge zu sehen und es lohnt sich. Ich habe ihn damals im Kino gesehen und auch wenn man meint, schon einiges zu wissen, so ist man dann doch erstaunt, wie schlimm es tatsächlich ist.
Empfehlenswert ist hier auch noch der 95 minutige Dokumentarfilm Erdlinge - Erthlings über den Umgang der Menschen mit den Tieren in der ganzen Welt, mit Joaquin Phoenix als Sprecher.
Ich mag eigentlich keinen Wein und wenn dann eher den süßen Weißen. Rotwein mag ich recht selten, da er mir einfach zu trocken ist.
Dann bekam ich einen weißen Wein zum probieren und da muss ich sagen, diesen hätte ich Flaschenweise austrinken können. Es war eine Huxelrebe. Wenn ich sonst ein vergesslicher Typ bin und Namen sich bei mir schnell verflüchtigen, diese merkwürdige Bezeichnung für einen Namen, habe ich mir sehr schnell gemerkt.
Wer demnächst mal die Möglichkeit bekommen sollte eine Huxelrebe zu probieren, unbedingt zugreifen und verköstigen. Und achtet mal nicht so sehr auf den Preis, denn sonst könnt ihr gleich den Billigen aus dem Tetra-Pack nehmen (*würg*).
Wer kennt sie nicht, die obligatorische Frage eines Kellners beim Abräumen der Teller: "Hat es Ihnen geschmeckt?"
"NEIN!"
Aus lauter Verlegenheit wird meistens selbst bei groben geschmacklichen und kulinarischen Patzern einfach ein freundliches "Ja" erwidert.
Das sehe ich nicht ein!
Wenn das Essen eben nicht gut war, kein Geschmack hatte oder nur ein billiger Frittenbudenabklatsch ist und nur anstatt auf Papptellern auf Keramik serviert wird, gibt es ein deutliches "Nein!" zu hören.
Was ich dabei aber noch um einiges Unverschämter finde, ist dann die unverschämte Reaktion der Bedienung.
Erst ganz verdutzt, dass da einer mit einem deutlichem "Nein" Antwortet, kommt erstaunt und unglaubwürdige die Frage, "Warum?" oder "Was war denn?"
Dann läuft die kurze Konversation in etwa so ab:
Ich:"Das hatte überhaupt kein Geschmack!" Kellner: " Wieso?" Ich:"Weiss ich nicht, ich habe das nicht gekocht, ich musste es nur essen. Fragen Sie da besser den Koch."
Ich zähle mich schon zu einem doch recht toleranten Menschen, aber es gibt Dinge, da verstehe ich kein Spaß und wenn ich sehe, wie unverantwortlich zum Teil Eltern mit ihren Kindern umgehen, dann ist Schluss mit Tolleranz.
Das folgende Beispiel ist eines der Übelsten. Da stopft die Mutter das Kind bis zum abwinken voll, Hauptsache sie braucht das Gebplärre nicht mehr zu hören. Für mich ist das Totesfolter am eigenem Kind und ich verstehe beim besten Willen nicht, wie Behörden da tatenlos zusehen?
Ich fand ja schon den anderen Spot zur Magersucht recht heftig, wobei dieser hier etwas eindringlicher auf das Thema eingeht.
Aber es ist doch tatsächlich so, dass die Wahrnehmung der Mädels so derart im Eimer ist, dass das Umfeld hier unbedingt wachsam sein und Signale frühzeitig erkennen muß um zu reagieren und zu helfen.
Mädels laßt euch eines gesagt sein, wir Männer wollen Rundungen!
Und zwar solche mit Fleisch und keine Knochen mit überzogener Haut. Letzteres ist nicht einmal für Suppen gut. Und wer will schon beim Sex das Gefühl haben, Nekrophilie zu praktizieren?
Ich trinke gerne guten Kaffee und habe daher auch selber eine Espressomaschine, mit der ich ab und zu meinen Gaumen schmeichle und auch den ein oder anderen Gast, daran teilhaben lasse.
Geschmack ist die eine Seite, aber die Präsentation ist die andere, denn man weiß ja, das Auge ißt trinkt mit. Und was das angeht, da haben diese Leute aber eine echte Kunst daraus gemacht, sozusagen eine Kaffeekunst:
Das ist doch mal eine ordentliche Bestellung im McDrive von McDoof. Der Typ hat einen netten Beat dabei und dazu den passenden Rap drauf. Aber wenn er auf seine musikalische Bestellung pocht, wird er wohl ziemlich hungrig nach Hause gehen
Hier der Text der Bestellung: I need a double cheeseburger and hold the lettuce
Don’t be frontin’ son no seeds on a bun
We be up in this drive thru
Order for two
I gots a craving for a number nine like my shoe
We need some chicken up in here
In this dizzle
For rizzle my mizzle
Extra salt on the frizzle
Dr. Pepper my brother
Another for your mother
Double double super size
And don’t forget the FRIES…
Da bringt zum Resteessen meines Geburtstages, eine Bekannte zwei weitere Bekannte ihrerseits mit. Am Zielort, meinem Domizil angekommen, schauen sie sich um und fragen laut nach dem Restaurant.
Meine Bekannte, hat nämlich ihren Bekannten erzählt, ob sie nicht Lust hätten, lecker Paella, Kuchen und Cappuccino beim Spanier zu verköstigen.
Zu erwähnen sei hier, dass ich unter Freunden und Bekannten als Der Spanier bekannt bin und als solcher gerufen werde, denn der Deutsche an sich, ist mit dem Namen JoaquÃn EnrÃquez Beltrán, schlichtweg überfordert und greift daher gerne auf einfache und typbezogene Pseudonyme zurück.
Nur wüssten dies natürlich die Bekannten der Bekannten nicht.
Aber sie haben es sich sehr gut munden lassen bei mir.
Bei Alvaro fällt mir ja gleich auf, dass er uns sofort bei den Proben zur Hand geht. Das fängt beim tragen des Equipments an, dem Verkabeln und zudem bietet er uns auch sogleich Getränke an.
Wenn ich da an unseren letzten Schlagzeuger denke. In den seltensten Fällen hat er mal tragen geholfen oder uns etwas zu trinken angeboten. Oftmals dauerte es bis er zum Proben in den Keller kam, da er noch zu Ende essen musste, was Mutti ihm gemacht hatte. Na gut, Mutter ist Mutter, aber ich denke doch, dass man mit weit über 30 hier und da mal Prioritäten setzten kann und wenn man schon der Mutti nicht ein Nein sagen kann, dann sollte man in dem Alter doch auch wissen, wie man einfach mal früher Essen kann, um Zeitig zum Proben zu erscheinen. Für uns mit einer Stunde Autofahrt, war es ja auch kein Problem da zeitig anzukommen und er war ja praktisch im eigenem Haus.
So hatten wir dann die Zeit selber alles unten zu verkabeln, denn auch nach Monaten in denen wir keinen Gig hatten, stand sein Schlagzeug nicht aufgebaut auf dem Boden. Mit einem unaufgebautem Set lässt es sich natürlich auch schlecht üben. Aber auch für die Anlage die mal bei ihm stand, hatte er keine Zeit gefunden, sie anzuschließen. Das blieb dann uns überlassen, während er brav Muttis Essen aß.
Nicht selten haben wir unten schon mehrere neue Lieder vollständig einstudiert, als er erst vom Essen runter kam.
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