Distrikt 9 ist ein Science-Fiction Film der mal eine etwas andere Story abgibt. Zwar bedient sich District 9 dann doch vieler dagewesener Elemente und Filme, aber ist in seiner Gesamtheit dann doch wieder eigen und einzigartig. Es fängt an von der Kameraführung á la Cloverfield und der Metamorphose wie bei Die Fliege über unzählige andere Filme und packt einen dann doch recht schnell. Dies verdankt er vor allem dem zufällig in die Schauspiel- und Hauptrolle geratenen Sharlton Copley. In seiner Rolle des naiven und karrieregeilen Antihelden Wikus van de Merwe überzeugt er so sehr, dass es dann doch eine Freude ist diesen anfänglichen Trottel durch den Film zu begleiten.
Tricktechnisch weißt der Film keine Schwächen auf. Auch wenn der Film ein paar Logikfehler aufweist und die Alienwaffen sehr dem Quake- und Doom-Spielen in Form und Wirkung gleichen, kann der Film einem doch packen, auch wenn er hier und da vorhersehbar ist.
Es ist sicher etwas gewagt, dass der Film die Thematik des Rassismus auf einer anderen Ebene in Südafrika, Johannesburg aufgreift, aber umso schöner ist es genau hier zu polarisieren und vor allem endlich mal die Aliens aus den USA zu holen wie bei den sonstigen 99,99% aller Hollywood-Alien-Produktionen.
Ein sicher für mich nicht zu unterschätzender Faktor war der Produzent Peter Jackson und die Ahnung, dass hier nicht die Aliens die Bösen sind, sondern der Mensch den wohl realistischeren bösen Part inne hat. Auch wenn der Film für die Nigerianer eine etwas undankbarere Rolle parat hält wirkt die Darstellung des Ghettos durchaus realistisch.
Ohne zu viel zu verraten, kann ich jedem Science Fiction Fan District 9 ans Herz legen. Zwar gibt es auch hier Klischees und andere Filmvorlagen, aber insgesamt ist der District 9 ein Kinobesuch wert.
Gerade die Pro7 Media AG fördert seine Sprösslinge wie kaum ein andere, so auch Michael „Bully“ Herbig mit seinem neuem Film "Wickie und die starken Männer". Wer ab und an auf Pro7 und Sat1 switcht, der wird geradezu mit Wickie bombardiert und auch das Mergendising läuft auf hochtouren. Da ich zudem ein Kind der ersten Ausstrahlungen von Wickie im deutschen Fernsehen bin, stand natürlich auch dieser Film ganz oben auf meiner "will sehen" Liste. Wer jedoch in die Jahre gekommen ist wie ich, dem kann ich den Film nicht empfehlen. Zwar stimmt die Detailtreue in der Realverfilmung, aber für meiner Einer will dann bis auf wenige Ausnahmen kaum richtig Freude aufkommen.
Mann muss sich hier halt vor Augen halten, dass es dann doch "nur" ein Kinderfilm ist und als solchen sollte man ihn auch sehen und um den Film in dieser Funktion zu rezensieren, bin ich doch einfach etwas zu alt. Aus diesem Grund gibt es das was mir bis heute an dem Film und an der Fernsehserie am besten gefallen hat, die deutsche Titelmelodie der alten Fernsehversion die seinerzeit von Christian Bruhn und Karel Svoboda komponiert wurde. Der Text des Titelsongs (Hey, hey, Wickie! Hey, Wickie, hey!) stammte im übrigen von von Andrea Wagner.
Es hat ja fast ausschließlich Kritiken gehagelt, was Star Wars - The Clone Wars angeht und doch bin ich da ganz anderer Meinung. Auch bin einer der die alten Filme mag und zwar jene ohne das digitale Aufmotzen. Aber ich mag es auch, wenn andere, neue Formen ausprobiert werden und dies ist hier der Fall. Es wird ein eigener Zeichentrickstil benutzt und eine dazu passende Erzählweise und Darstellung, die dann als Fernsehtaugliches Format über den Äther gehen soll. Ja doch, genau das ist gelungen. Als Zeichentrickfilm richtet es sich auch insbesondere an Kinder und das merkt man an zahlreichen Stellen auch, was aber kein Nachteil ist. Das gab es ja auch schon immer bei Star Wars, wenn man an die Ewoks denkt.
Jaja, die ewig Gestrigen und dann die, die meinen, wie etwas zu sein hätte, was andere erschaffen haben. Nicht alles ist bei Star Wars immer toll von George Lucas gelaufen, aber ien Märchen ist nun einmal ein Märchen und da darf man auch nicht die geistige höchstleistung erwarten. Aber unterhalten möchte ich werden und das klappt auch in diesem Film. Gut, Anikin ist etwas hinter den Erwartungen eines Darth Vader geblieben, aber wir werden leider nichts mehr daran ändern können, dass George Lucas hier einen rotznasigen Jungendlichen als das spätere Böse sieht. Wer weiß, welche Traumata er damit aus seiner Jugendzeit verarbeitet?
Einzige Kritik an den Film Star Wars - The Clone Wars ist, dass er zu wenig für einen Kinofilm hergibt. Man sieht einfach, dass es ein Pilotfilm für das Fernsehen ist.
Wenn die Coen Brüder wieder mal einen Film drehen, dann ist dies wie ein Gütesiegel und selbst die besten Schauspieler stehen hier Schlange um bei einem Film der Coen Brüder mit zu wirken. In ihrem neustem Film, Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?, haben die Cone Brüder wieder einmal auf altbewährte Schauspieler aus ihren alten Filmen gegriffen und diesem Starmix noch ein paar weitere Stars hinzugefügt. So erreicht Burn After Reading eine selten gebotene Schauspielerdichte der obersten und besten Güte.
Das schöne an Horrorfilmen ist, dass man eigentlich schon mit wenig Mitteln einen Film drehen kann. Mann muss es nur zu verstehen wissen, mit den Ängsten der Menschen zu spielen und diese durch geeigneter Kameraführung, Schnitt, Kulissen, Objekten und auch Sound, gekonnt in Szene zu setzen.
Besser aber ist es noch sich einen solchen Film in Spanien im Kino anzuschauen, da hier das Publikum, also in erster Linie das weibliche, für die passende Stimmung sorgt und den Männern ein Schmunzeln auf den Lippen zaubert
The Strangers, auf Spanisch Los extraños, ist ein subtiler und dann doch wieder etwas brutaler Horrorfilm der klassischen Art. Zwei Hauptakteure, in diesem Fall Liv Taylor als Kristen und Scott Speedman als James, verbringen einen Abend in einem Landhaus und bekommen dabei Besuch von drei maskierten Menschen.
Mehr braucht man nun wirklich nicht zu erzählen, denn auch wenn der Film teilweise ein paar andere Richtungen einschlägt, beliebt der Film dem typischen Horrorgenre treu. Maskierte Menschen brauchen nichts weiter zu tun, als einfach nur bei der richtigen Szene da zu stehen und in die Kamera zu schauen, dann noch ein wenig Gekeuche, hier und da ein Messer, eine Axt und das wars. Somit reduziert und konzentriert ich das Schauspielern auf die zwei Hauptakteure und die machen ihre Arbeit sehr gut, wobei mit Liv Taylor hier besonders gut gefallen hat.
Wer auf Horror und Spannung steht und dabei ein Kino mit einer gut aufgedrehten Anlage kennt, der sollte sich diesen Film ruhig antun.
Ein Film bei dem ein oftmals unterschätzter Vin Diesel und ein Gerard Depardieu mitspielen, muss doch was taugen oder? Und auch Michelle Yeoh und Charlotte Rampling sind alles andere als unbekannte Namen. Ja auch Regisseur Mathieu Kassovitz ist für seine Filme mehr als bekannt.
Dieser Film gehört zu den Zukunftsfilmen bei denen der Held sich um eine weibliche Weltretterin oder ähnliches kümmern muss. Um eines klar zu stellen, da ist Das fünfte Element um Längen besser als Babylon A.D. Gut, nun soll diesem Film angeblich nicht so viel Budget zur Seite gestanden haben, aber man kann derartiges ja auch mit einer spannenden Geschichte und Handlung wettmachen. Aber so richtig will hier nicht das Gefühl für die Geschichte aufkommen.
Sicher, ein paar nette Ideen sind schon da, aber ansonsten hat man auch immer wieder und das Gefühl, es so oder in der Art schon gesehen zu haben. Dadurch wird der Film zu berechnend und mann erkennt zahlreiche Schlüsselszenen schon im Ansatz und weiß schon bevor sie begonnen haben, wie sie ausgehen. Das hemmt die Spannung natürlich schon gewaltig und hinterlässt am Ende des Filmes ein "mmhhh" Gefühl.
Bedenkt man an welchen Filmen die Beteidigten schon alle mitgewirkt haben, ist dieser Film eine reine Enttäuschung.
Wenn Namen wie Morgan Freeman und Angelina Jolieauftauchen, dann ist ein solcher Film, auch Wanted, einfach ein Besuch wert. Da ist Action garantiert und auch fürs (männliche) Auge ist gesorgt. Schwer zu beschreiben was der Film nun wirklich ist. Am besten könnte man den Film noch mit so etwas wie Matrix in der realen Welt erklären, wobei es derartiges natürlich nie in der realen Welt geben würde.
Fox, gespielt von Angelina Jolie, ist dabei so etwas wie eine Lehrerin und Beschützerin für Wesley Gibson der von James McAvoy gespielt wird. Dieser erfährt nämlich eines Tages, dass sein Vater getötet wurde und er über so etwas wie Superkräfte/-fähigkeiten verfügt. Sloan, gespielt von Morgan Freeman, ist dabei so etwas wie ein pberer Wächter und Hüter des Ordens dieser Superhelden, die eigentlich Superkiller sind. Mehr sollte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Es ist eine etwas andere Geschichte und einige meinen hier ein Art modernen, westlichen Samurai Film zu sehen. Sicher ist dies ein Film, der tricktechnisch ein paar nette Effekte zeigt, die aber so neu auch nicht sind, dafür aber schön in Szene gesetzt sind und hübsch aneinandergereiht dazu. Die Geschichte hat ein wenig von "naja", aber Mystik und Webstuhl, why not?
Immerhin ist dies eine Comciverfilmung und die sind ja in den letzten Jahren immer beliebter geworden.
Ich hab Matrix geliebt und mag auch die asiatischen Filme. Ich mag es wenn Extreme im Film gut umgesetzt werden, wenn außergewöhnliche Fähigkeiten imposanter und dann auch wieder glaubhaft in Szene gesetzt werden und genau das ist hier der Fall.
Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia ist die zweite Verfilmung der Romane von Clive Staples Lewis. Nach dem ersten verfilmten Teil von Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia, mit Peter, Susan, Edmund und Lucy Pevensie, waren die Erwartungen wieder groß an diesen Fantasyfilm von Walt Disney Pictures.
Eigentlich wollte ich mir ja den neuen Hulk Film anschauen, aber als mir dann an der Kasse gesagt wurde, dass im dortigem Kino nur die geschnittene Version ab 12 Jahren läuft, entschieden wir uns halt für den anderen Superhelden Film, Hancock.
Hancock ist erfreulicherweise mal eine andere Art von Superheldenfilmen. Quasi eine Komödie die dann doch mit etwas mehr Inhalt und Tiefe daher kommt.
Für diesen Animationsfilm wurden ja ordentlich die Werbetrommeln gerührt, was auch mit den Schauspielern zusammenhängt, welche in der englischen Fassung den Charakteren ihre Stimme geben. Dieser Promi-Bonus fällt in der deutschen Fassung fast gänzlich weg. Zwar konnte man hier Hape Kerkeling für die Hauptsprechrolle, den Panda gewinnen, aber schon bei Gottfried John werden die meisten Probleme haben, diese Stimme zuzuordnen.
Ganz anders schaut es da mit der englischen Fassung aus. Ließt man dort doch Namen wie Jack Black, Dustin Hoffman, Angelina Jolie, Lucy Liu und selbst Martial Arts Filmstar Jackie Chan. Solche Namen sorgen zumindest bei mir dafür, dass ich mir diesen Film später in der original Fassung noch einmal auf Blu-Ray anschauen werde.
Lange, lange haben die Fans auf diesen Film gewartet. Mit Indiana „Indy“ Jones bzw. Dr. Henry Walton Jones, Jr. haben in den 1980er Jahren, Produzent George Lucas und Regisseur Steven Spielberg ein Abenteuergenre geschaffen, welche zur Referenzklasse und Maßlatte avanciert sind.
Mit Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull) sollte nun nach knapp zwanzig Jahren der vierte Teil erscheinen und Indiana Jones ein letztes mal aufleben und in Würde ruhen lassen. Zu diesem Fest holte man sich Karen Allen, welche schon im ersten Film, Indiana Jones Jäger des verlorenen Schatzes, die Marion Williams (Ravenwood) spielte und hier erneut in diese Rolle schlüpft, auch Shia LaBeouf in der Rolle des Henry „Mutt“ Williams, Cate Blanchett in der Rolle der Agentin Irina Spalko als auch John Hurt in der Rolle des Professor Harold Oxley und weitere ins Boot. Und wie immer natürlich auch Harrison Ford als Indiana Jones.
Produzent Top, Regie Top und auch die Schauspieler sind hier hochgradig besetzt.
Etwas verspätet nun mein Endruck zu dem Film Shine a Light mit den Rolling Stones, für dessen Verfilmung bzw. filmische Umsetzung eines (bzw. zwei) Konzertauftrittes der Oscarpreisträger Martin Scorsesesa verpflichtet wurde.
Hier wurde keines der großen Stadienkonzert verfilt, sondern zwei Konzerte im New York Beacon Theatre, was dem Ganzen eine recht gemütliche und auch intime Atmosphäre verleiht. Der Film fängt mit schwarz-weißen Filmschnipseln an, die einige der Vorbereitungen zeigen, ebenso wie kurze Momente vor dem Konzert. Zwischen den eigentlichen Film werden ab und zu ein paar Filme und Interviews aus den alten Zeiten der Rolling Stones eingeflochten und das ganze nett ergänzen.
Der Film an sich weißt für mich ein paar merkwürdige Schnitte zwischen den Akteuren auf und einen recht ungenauen Fokus auf selbige. Teilweise viel zu nah und zu wenige Totale. Am Ende des Filmes hatte ich diesen Eindruck nicht mehr, wobei ich da nicht mehr sagen kann ob ich mir hier einfach nur noch an diesen Effekt gewöhnt hatte oder sich die Kameraführung und der Schnitt tatsächlich entspannt hatte.
Störend fand ich auch am Anfang den musikalischen Focus auf die Gitarren, wobei her diese tonal extrem in den Vordergrund gebracht werden. Klar werden die Stones vor allem von der Gitarrenmusik getragen aber zu viel ist zu viel, zumal hier Keith Richards nicht gerade immer so sauber spielt und in Time. Mag sein, dass dies seine Art ist die Musik zu spüren und zu interpretieren aber an einigen Stellen klingt das dann schon enorm schief und falsch. Das seine Gitarren dann auch noch soundtechnisch so in den Vordergrund gepusht wird, macht es auch nicht gerade besser ud wäre im Gesammtmix wohl auch besser aufgehoben.
Klar ist Keith Richard neben Mick Jagger der Mann bei den Stones mit den unverwechselbaren Riffs die deren Songs zu Hits gemacht haben, aber als Gitarrenspieler an sich macht er in "Shine a Light" keine so gute Figur. Dafür brilliert er in seiner typischen, übertriebenen Keith Richard Rolle, da ist er einmalig und unverzichtbar bei den Stones.
Beim reinen Gitarrenspiel weiß hier Ron Wood zu überzeugen. Ob er nun einfache Riffs spielt, sein Bottleneck auf die Seiten rutschen lässt und eher dezent aber dafür aber immer songdienlich seine Gitarre spielt, er ist eindeutig der bessere Gitarrist bei den Stones. Auch als Preson kommt Ron Woods einfach nur sympatisch rüber.
Charlie Watts spielt unbeirrte sein Schlagzeug und es passt einfach, was er da auf seinen für heutige Zeiten eher unterdimensioniertem Schlagzeugset rüber bringt. Klingt, hat groove und ist einfach nur schön solide.
Mick Jagger ist absolut souverän. Auch gegenüber und vor allem mit den sehr gute Gästen wie Christina Aguilera, Buddy Guy und Jack White, weiß er sich nicht zu verstecken aber auch nicht unnötig in den Vordergrund zu drängen. Als Solist ist er präsent und trotzt seines Alters weder lächerlich noch übertrieben sondern gekonnt genial. Da kann man sich noch einiges von dem alten Hasen abschauen.
Alles in allem kann man den Stones hier nur seinen Respekt aussprechen für diese gekonnten Konzerte, die in dieser Form sicherlich auch eine Ausnahme bei den sonstigen Konzertfilmen sind.
Bei Buddy Guy kann man noch am Ende des Songs sehen, wie ihm Keith Richards seine Gitarre mit auf den Weg gibt bzw. schenkt.
Verwundert hat es mich, dass in den ersten Reihen vornehmlich recht junge Frauen zu sehen sind. Sind denn all die mit den Stones gealterten Frauen und Fans nicht mehr so standfest oder wurde hier explicit und in Bezug auf eine möglich fallende Ästhetik für den Film aussortiert?
Denn die meisten Zuschauer im Kino lagen deutlich über dem Altersdurchschnitt der ersten Reihen im dortigem Stones Konzert. auf der anderen Seite, hatte Keith Richards so wenigstens Grund dem einen Mädel im Blauen Shirt o.ä. seinen Zuspruch entgegen zu bringen
Shine a Light (2008) - Stones Konzert-Film Trailer
Das Vermächtnis des geheimen Buches ist die Fortsetzung auf die erfolgreiche Verfilmung des Abenteuerfilms Das Vermächtnis der Tempelritter aus dem Jahre 2004. Auch wenn dieser Film, den ein oder anderen Gag aus dem Vorgängerfilm mit einbezieht, hat es eine für sich und in sich geschlossenen Handlung.
Wie im Vorgängerfilm sind auch hier wieder Nicolas Cage als Benjamin Gates, Justin Bartha als Riley Poole und Diane Kruger als Abigail Chase vertreten. Stärker einbezogen wurde in diesem Film Jon Voight als der Vater Patrick Gates. Auch Harvey Keitel als FBI Agent Peter Sadusky ist erneut vertreten. Zusätzlich hat man sich mit Helen Mirren als Emily Appleton Gates und Ed Harris als Mitch Wilkinson hochgradige Schauspieler in den Film geholt.
Die Schnitzeljagd fällt diesmal nicht so spannend aus, wie beim letzten Film. Auch wirken hier einige Details der Geschichte etwas, sagen wir mal, unrund. Dafür bietet er einige Gags mehr und geht insgesamt noch mehr in Richtung Indiana Jones, als der Vorgänger.
Nebenbei muss ich aber sagen, dass ich beim besten Willen, keinen Adler auf dem Fels erkennen konnte (für all jene, die den Film schon gesehen haben).
Solche Abenteueractionfilme sind pures Popcornkino. Man darf keinen intellektuellen Anspruch erwarten, dafür aber Unterhaltung und diese bietet einem "Das Vermächtnis des geheimen Buches". Der Film schneidet in den allgemeinen Kritiken schlecht ab. Das Problem eines Nachfolgers ist, dass er an seinem Vorgänger gemessen wird. Hier unterliegt dieser Film schon. Aber er ist bei weitem nicht so schlecht, nur halt nicht mit so vielen Finessen wie der Vorgänger, aber für einen guten Kinoabend immer noch eine gute Wahl.
I Am Legend ist in gewisser Weiße, schon ein aufwendiger Film und dann doch wiederum nicht. Für diesen Film wurden ganze Straßenzüge in Manhatten / New York City komplett abgeriegelt, was so nicht ganz im Sinne der New Yorker war und so sagt Will Smith, dass er noch nie in seinem Leben, so viele Stinkefinger gezeigt bekommen hat, wie bei dem Dreh dieses Films in New York. Aber gerade diese Maßnahme und die damit vorhandene echte Kulisse, macht den Film in dieser Hinsicht so glaubwürdig und kann einem in die Situation des einzigen Überlebenden, fesseln.
Auf der anderen Seite gibt es dann die computergenerierten Charaktere der Zombies/Infizierten und Tiere. Sie wirken einfach nicht real. Sie sind nicht gerade schlecht umgesetzt, aber man merkt halt, dass diese Figuren aus dem Rechner stammen und da wirkt es dann doch teilweise, wie in einem größerem Computerspiel. Hier tritt das selbe Problem auf, wie z.B. schon bei den neuen und aufwändigen StarWars Filmen. Die computergenerierten Hauptfiguren wirkten irgendwie künstlich bei den Nahaufnahmen. Da wünschte man sich auch lieber den Yoda als Puppe wieder.
Will Smith zeigte ja schon in Das Streben nach Glück, dass er in die Riege der ernsthaften Schauspieler angekommen ist und das beweist er auch in diesem Film. Mit ihm hat man als Hauptdarsteller, welcher nahezu den kompletten Film allein bestreitet, keinen Fehler gemacht.
Die Verfilmung des 1954er Romans „Ich bin Legende“ von Richard Matheson (welche schon mehrfach als Filmvorlage diente), ist auf die heutige Zeit adaptier worden und auch etwas frei uminterpretiert.
An sich ist der Film gut gemacht. Er ist spannend, teilweise auch etwas pfiffig, hat viele Schreckmomente und flacht nur am Ende ab, was aber im Gesamten zu verschmerzen ist.
Bei weitem nicht so schlecht wie ich zuerst woanderst gelesen habe und ich kann diesen Film für einen Kinobesuch durchaus empfehlen.
Der Film spielt in einer unser ähnlichen aber doch anderen Welt, was wiederum sehr viele Trickspezialisten auf den Plan gerufen hat. Wie aufwändig hier die Effekte sind, erkennt man spätestens beim Abspann des Filmes, wenn man sich nach minutenlangem scrollen der Effektleute anfängt zu fragen, ob dort überhaupt noch Schauspieler am Film mitgewirkt haben.
Beim Abspann offenbarte sich mir auch gleich eine weitere Überraschung. Dort erklang dann sofort eine Stimme, welche ich schon lange nicht mehr gehört hatte und den Titelsong zum Der Goldene Kompass sang. Kate Bush mit dem Titel Lyra, welchen sie auch selbst geschrieben hat. Ansonsten zeichnet sich für den Soundtrack von The Golden Compass der Oscar-Nominierte und Golden-Globe-Gewinner Alexandre Desplat verantwortlich.
An der Regie und beim Drehbuch hat dabei Chris Weitz seine Hand im Spiel gehabt.
An Schauspielern wurde für Der Goldenen Kompass schon einiges Geboten. So z.B. der derzeitige James Bond Darsteller Daniel Craig als Lord Asriel, Nicole Kidman als Marisa Coulter und Sam Elliott als Lee Scoresby. Die Hauptrolle spielt die junge Dakota Blue Richards als Lyra Belacqua und sie macht ihre Arbeit sehr gut. Überhaupt überzeugen in diesem Film die Schauspieler. Kostüme, Setdesign und Effekte entführen einen sofort in die neue Welt und die liebevoll animierten Tiere, welche zudem oft sehr zahlreich erscheinen, wurden sehr gut animiert. Man kann sich in diese andere Welt fallen lassen.
Den Film, Der goldene Kompass, kann ich jedem Phantasieliebhaber sehr ans Herz legen und ist sicher ein Kinobesuch wert.
Ich gehöre wohl zu denen denen es nicht so ohne weiteres vergönnt ist, den Film Die Legende von Beowulf in 3D zu sehen, sondern ganz traditionell in 2D. Dieses Schicksal dürfte ich in Deutschland wohl auch so locker mit 99,99% aller Kinobesucher teilen, denn bis auf sehr wenige Ausnahmen, unterstützen die meisten Kinos in Deutschland eben nicht die 3D-Wiedergabe, wodurch eine Filmkritik für die 2D Fassung nur mehr als gerechtfertigt ist.
Die Geschichte um Beowulf ist an sich gar nicht mal so schlecht und an zugkräftigen Schauspielern wie Angelina Jolie, Anthony Hopkins und John Malkovich fehlt es diesem Film bei der Unterstützung wirklich nicht. Auch mit Robert Zemeckis als Regisseur, so wie Neil Gaiman und Roger Avary für das Drehbuch sind schon Leute dabei, welche nicht gerade unbekannt sind. Und doch war ich mächtig enttäuscht vom Film.
Als 2001 der Film "Final Fantasy: The Spirits Within" als erster Schauspieler und damit echte Menschen als solche auf der Leinwand mit Hilfe der Computeranimation ersetze, war es schon ein kleiner Meilenstein und die Grafik beeindruckte. Wenn ich mir nun nach 6 Jahre, etlichen Stunden Halflife 2 und zig andere Computerspiele danach "Die Legende von Beowulf" anschaue, dann frage ich mich doch wirklich, wieso die Charaktere so unecht animiert sind und alles so durch und durch unnatürlich wirkt? Die berittenen Pferde wirken dermaßen unrealistisch, dass es schon überaus lächerlich wirkt. Da weiß man, warum bei den Pixar-Filmen echte Animateure am werkeln sind, die selbst schnöden Autos mehr Leben einhauchen können als durch das Motion-Capturing bei Beowulf.
Außer dem 3D-Argument und einer netten Story, spricht recht wenig für den Film Beowulf. Diesen kann man sich getrost auch im Fernsehen anschauen, wenn man sonst nichts besseres vor hat.
OK, da läuft ohne groß vorher Werbung gesehen zu haben plötzlich ein Film an, in dem Robert De Niro und Michelle Pfeiffer mitspielen. Klarer Fall, da wird nicht groß nachgedacht, sondern da ist der Kinobesuch Pflicht.
In den Hauptrollen tummeln sich dann auch noch Charlie Cox als Tristan und Claire Danes als der gefallenen Stern Yvaine und sie machen ihre Aufgabe sehr gut und überzeugen. Michelle Pfeiffer weiß in ihrer Rolle als Böse Hexe Lamia ebenfalls zu gefallen und sie scheint hierbei auch sichtlich Spaß daran gehabt zu haben.
Robert De Niro. Für mich ein Garant für Qualität und niemand kann so gekonnt den Bösewicht, als auch den Komiker spielen und daher ist ihm die Rolle als Captain Shakespeare, wie auf dem Leib geschrieben und höchst amüsant.
Der Film an sich ist ein modernes Märchen für Erwachsene mit Fantasyanleihen. Wie es so ist, geht es um die wahre Liebe, Verrat, Hinterhalt, Schurken, Piraten, Hexen, Könige und Prinzen, Intrigen, Humor, halt alles, was man so zum gutem Kinomärchenabenteuer benötigt und es funktioniert.
Der Film hat eine nette Geschichte, gute Effekte, wobei aber die Menschen im Vordergrund stehen und nicht die Special Effects, einige gute humoristische Pointen, ein Showdown und ein Happy End, so wie es sich für gute Märchen halt gehört. Gut gemachtes und unterhaltsames Popcornkino.
Wer auf derlei Rezepturen steht, der sollte sich den Film unbedingt anschauen.
Obwohl ich Sandra Bullock für eine recht passable Schauspielerin halte und auch Julian McMahon sein Handwerk ordentlich ausübt, ist der Film Die Vorahnung von der Handlung um einiges abgelutscht. Nicht immer vorhersehbar, aber dann doch viel zu oft und somit auf die Dauer langweilig. Einige Dinge scheinen einem im Zeitsprungkontinuuemkontex oder wie auch immer, nicht ganz logisch aber da regt man sich am Ende des Filmes auch nicht mehr darüber auf, da er einfach nur öde ist.
Kann ich nicht empfehlen, da schaue ich mir lieber die x-te Wiederholung von The Sixt Sense an.
Wenn Pixar einen Film herausbringt, dann erwarten alle was ganz besonderes und jeder versteht, warum Steve Jobs, seines Zeichen Gründer von Apple und Cheff von Pixar, so hoch gepokert hat um Pixar wieder in die Walt Disney Familie einzugliedern. Die Animationsfilme von Pixar heben sich immer gewaltig von der Konkurrenz ab. Denn hier wird vor allem auf die Geschichte wert gelegt und jede einzelne Szene wird bis zur Perfektion ausgearbeitet. Hier arbeiten noch echte Animateure an den Bewegungen und es wird kein Motion Capturing angewendet, ganz so wie bei den alten Zeichentrickfilmen von Walt Disney und das merkt man. Hier hat jede Figur ihren eigenen Charakter und sofort erwachen diese Polygonfiguren aus dem Computer zum Leben. Man vergisst dann augenblicklich, dass diese Figuren nicht real sind.
Es natürlich ungeheuerlich schwer für Pixar, nach solchen Megaerfolgen wie Die Monster AG, Findet Nemo und Die Unglaublichen, dann immer noch einen drauf zu setzen. Alleine schon die Ideen, sind extravagant und doch schafft es Pixar hier die anfängliche Skepsis der Zuschauer zu überwinden. Wer hätte schon gedacht, einen Film mit und über Autos zu inszenieren? Pixar hat dies mit dem Film Cars hervorragend hin bekommen. Aber auch das Thema Ratte und Kochen ist wohl so unglaublich, dass man nicht daran glauben mag, wie man daraus einen Film drehen kann und doch ist es Pixar damit wieder einmal gelungen.
Wie es eigentlich früher in den Filmen Tradition war und so wie Pixar diese Tradition weitrführt, kommt zuerst ein Vorfilm dran. So viel sei verraten, die Außerirdischen sind unter, bzw. über uns und es ist ein Vorfilm zum Schlapplachen.
Der Hauptfilm, Ratatoullie ist wieder in einer eigenen zeichnerischen Atmosphäre gehalten und verwöhnt einem mit zahlreichen witzigen Details und Pointen. Die Geschichte ist stimmig und originell wie immer. Eigentlich wieder ein Film der dem Namen Pixar und auch Walt Disney gerecht wird und dem man uneingeschränkt empfehlen kann. Es ist aber wie bei Cars, der auch ein guter Film ist, aber dann doch irgendwie im Schatten der anderen großen Vorgänger steht. Zwar gut, ja eingentlich auch sehr gut, aber dann doch nicht so megagut, wie die anderen Filme. Oder erwartet man einfach zu viel und ist man schon zu verwöhnt?
Wie schon gesagt, mir hat er gut gefallen, ich habe ordentlich gelacht und ich fand die Idee und die Umsetzung wie immer sehr originell und gelungen.
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