Wo wir schon beim Thema Geige sind, der deutsch-US-amerikanischer Violinist David Garrett ist als der schnellste Geiger der Welt bekannt, mit einer Geschwindigkeit von 13 Noten pro Sekunde die daher kommt, weil er den bekannten Hummelflug von Rimski-Korsakow fehlerfrei in nur 66,56 Sekunden spielte, das sind 13 Noten pro Sekunde. Die zwei Kriterien für diesen Rekord sind zum einen ein akkurates Spiel und das Stück muss wieder erkennbar sein. Für das akkurate Spiel nutzt David Garrett ein Metronom und es ist schon ordentlich schnell, denn bei normaler Geschwindigkeit benötigt man für dieses Stück eine Minute und 20 Sekunden.
Wenn es um Roboter geht, dann ist Japan ganz vorne dabei, besonders was die menschlichen Roboter angeht wie den folgenden Geige spielenden Roboter von Toyota der im stehen spielt. Es klingt zwar nicht so virtuos wie bei einem guten menschlichen Spieler, aber auch das werden die Japaner mit der Zeit noch hin bekommen. Immerhin ist das Video ja auch schon aus dem Jahre 2007.
Lucas Wecker ist sicherlich alles andere als ein Anfänger. Der 12 Jährige Lucas spiel schon seit 8 Jahren Geige, also seit seinem 4. Lebensjahr und ist wohl auf dem Weg ein Profi zu werden, bzw. spielt er ja schon öffentlich. Auch die Aussage, dass er für die 100.000 Euro Gewinn, sich eine eigene Geige kaufen würde, da er selbst nur auf einer geliehenen Geige spielt, spricht dafür das ihn hier ein Gönner eine sehr teure Geige spielen lässt.
Derartiges Materialsponsoring findet man in der Klassik und besonders bei Violinisten, häufig vor. Dabei ist ein derartiges Geben nicht nur eine noble Geste, sondern hat auch einen eigennützigen Hintergrund für den Besitzer der Geige. Denn nur eine gut gespielte Geige erhält auch ihren Klang, gemäß dem Sprichwort wer rastet, der rostet.
Es ist so schön, wenn man mit Vorurteilen aufräumen kann, die gerne alle bestätigen. Die Geige ist an sich ja schon ein vielseitiges Instrument, aber intuitiv grenzt man sie schon recht stark bestimmten Musikrichtungen zu. So kennt man die Geige ja eher aus der Klassik, Schlager, Musikantenstadl und dann evtl. noch Bluegrass, Country und Irish Folk, aber so richtigen, echten Blues wo meistens so eine verzerrte Blues-Gitarre gespielt wird?
Was halt viele nicht wissen, man kann zwischen jedem Instrument auch einen Verzerrer schalten und mit der passenden, bluesigen, cremigen Einstellung, wird aus der Geige ein richtig geiler, Bluesinstrument.
Hier zwei nette Beispiele von verzerrten Blues Geigen:
Pete Hartley spielt Blues auf einer elektrischen Geige
Experimentelle Musik ist sicher nicht jedermanns Sache aber manchmal durchaus eine große Herausforderung. Diese Herausforderung meistert die experimentelle Vilolinistin Mari Kimura im Zusammenspiel mit einer automatischen Roboter-Gitarre.
Dieser GuitarBot ist ein Gitarre spielender Roboter (auf eine eher rudimentäre Art) und eine Erfindung von Eric Singer, Gründer der "League of Electronic Musical Urban Robots".
Das folgende Video ist von Liubo Borrisov. Das "Lied" kann man auf Kimura's neuer CD "POLYTOPIA" von Bridge Records hören.
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