Am Samstag Abend, nach der ersten
Bühnendefloration unserer
Band Polonium, stand die Idee an, die Stadt Gelsenkirchen etwas näher kennen zu lernen. Dieser Idee wollten wir zu Fuß nachkommen, was sich dann recht bald als fataler Fehler herausstellte.
Die kleinen Vorboten des nassen Schreckens, waren kaum der Rede wert, wurden jedoch in kürzester Zeit immer mehr und zwangen uns dann zu einer radikalen Entscheidung. Die Herren der Schöpfung wagten den Spurt zum nächsten Unterschlupf, wogegen die Damen meinten, dass das Laufen im Regen, einen viel Nasser machen würde. Dies Weisheit stammte aus einer Sendung mit der Maus und mag bis zu einer gewissen Wasserfallmenge auch durchaus zutreffen, aber auch hier gibt es einen Grenzpunkt und dann heißt es: Lauf was das Zeug hält.
Ich und der Bassist retteten uns unter einer Trockenheit spendenden Baumkrone wobei von den Damen nichts mehr zu sehen war. Nun passierte was passieren musste. Der anfänglich noch großzügige und trockene Platz unter diesem Naturschirm, wurde zusehends kleiner und schon bald stand für uns der nächste Sprint an.
Unter dem Dach einer Straßenbahnhaltestelle, fanden wir dann letztendendes zwar Zuflucht vor den Regenmassen, aber leider viel zu spät. Mit merklicher Zeit Verspätung trafen dann auch unsere durchnässten Begleiterinnen ein.
Nach reichlich intellektuellen Konversationen, wie es in solchen Situationen üblich ist, wurde der Rückweg mit der Straßenbahn angetreten, in der Hoffnung sich nun mit den trockenen Sachen aus den Zelten eindecken zu können. Leider wurde uns dieses Vorhaben von den zuständigen Ordnungspersonal auf dem Zeltplatz verweigert, da die Polizei eine Tornadowarnung ausgegeben hatte und alle den Zeltplatz räumen mussten.
Nass bis auf die Knochen und in den eigenen Schuhen schwimmend, bedurfte es nun weitere Zeit um den überfluteten Zeltplatz zu betreten und sich der zweiten Garnitur bemächtigen zu können. Diese hatte ich, so wie es sich gehört, auch dabei. Was ich jedoch nicht dabei hatte und womit ich nicht gerechnet hatte, waren das zweite Paar Schuhe.
Am nächsten Morgen war daher auch sofort mein Gedanke, wie es mir möglich sein sollte, meine Schuhe sofort zu trocknen und/oder an neue Schuhe zu kommen. So wollte ich Barfuß in die Stadt und mir beim nächsten Schuhgeschäft das nötige Leder für meine Füße kaufen. Aber so langsam nach dem Aufstehen dämmerte es mir, dass es nicht nur Pfingsten war, sondern dazu auch noch Sonntag. In diesem Moment hatte ich absolut Null Verständnis für das Ladenschlußgesetzt in Deutschland, aber weiter brachte es mich auch nicht.
Von unserem Schlagzeuger konnte ich mir dann nicht nur ein Paar Patschen(?) ausleihen, zudem kam von ihm sogar der Vorschlag evtl. einen Waschsalon aufzusuchen, wegen der Trockner. Das war die Idee!
Den Rucksack voll mit dem nassen Zeug und ein Paar trockene Socken in der Hosentasche, ging es nun in die Innenstadt. Die Damen mit dem Vorschlag konfrontiert, waren nicht so überzeugt von dieser Idee, was sie später doch sehr bereuten, angesichts unserer dann doch komplett trockenen Sachen. Denn wir fanden einen offenen Waschsalon, bei dem wir nicht nur unsere kompletten Klamotten und Jacken wieder trocken bekamen, sondern auch unsere Schuhe. Triumph des Geistes und der vielen 50 Cent Stücke für den Trockner, über die Natur.
Aus anderer Stelle hörten wir dann noch neidvoll, wie cool das hier gewesen sei, so richtig Campen, mit Konzert, Tornadowarnung und voll Nass und Dreck und so. Dass wäre ja wie in Woodstock!
Also auf so'n Scheiß kann ich gut und gerne verzichten. War von Anfang an gegen den Campingmißt und meine Meinung hat sich nach den Wasserspielen auch nicht wirklich in Richtung Pro-Campen entwickelt. Zum Glück waren während dieser ganzen Zeit, unsere Instrumente und das Equipment in trockener Sicherheit. Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte ich aber dem nächsten Woodstockromantikschwätzer aber gehörig eines auf die *'?&%§$ gegeben.
Kommentare
So, 11.05.2008 16:30
Stimmt, die Stimme von Glen Danzig e rinnert schon sehr an Jim Morisson v on den Doors.
So, 11.05.2008 15:53
Was hat der Mutter tag denn in einem Gitarrentagebuch v erloren? Eigentlic h würde ich dieses Ereignis ja nicht mit e [...]
Do, 08.05.2008 19:53
Joa, dem kann ich nur zustimmen. I ch persönlich kann sehr gut kochen a ber wenn ich mir a nschaue was meine Freund [...]
Do, 08.05.2008 14:42
Samsung zeigt eine gewagte Werbung m it der sie ihr Sam sung Instinct gege n das Apple iPhone antreten lassen. Dabei [...]
Mi, 07.05.2008 17:50
Das ist doch mal e cht cool. Iron Ma n ist der "Beste" Yeah !!!
Mi, 07.05.2008 13:13
Wie das englische Wort gift mich imm er irritierte bis ich herausfand das es ein Geschenk i st.
Di, 06.05.2008 19:26
Für mich ist sowas zwar beeindrucken d koordinations te chnisch, aber zum anhören taugt sowa s nicht. Viel zu g estell [...]
So, 04.05.2008 21:21
ja daran muss es w ohl liegen