Man hört es immer wieder, diesen eingängigen Bass-Groove. Oft genug auch die Textzeile "Money, money, money...", in Jingels, Werbung, TV-Serien und Filmen und die wenigsten kennen das Stück an sich. Die Rede ist hier von dem Kultsong "For The Love Of Money" der US-Soulband "The O'Jays".
Und wenn hier jemand nicht genau weiß ob dieser prägnante Groove nun wirklich ein Bass oder doch eine Gitarre ist, dem sei gesagt, dass die Verwechslung durchaus gar nicht mal so weit von der Hand zu weißen ist, denn eingespielt wurde in diesem Stück der Bass als auch die Gitarre von Anthony Jackson. Die Hook die man jedoch hört, kommt tatsächlich vom Bass, der durch einen Phaser gejagt wurde. Im Endmix wurde dann dem Bass noch an einigen Stellen, wie dem Anfang, ein Echo hinzugefügt.
Was Amy Wnehouse da ließt man ja fast nur noch übles über diese Frau. Die Drogen, Beziehungsprobleme und dann der Ruhm, dass hat schon so manchen Musiker ins Grab gebracht. Schade wäre es angesichts dieser absoluten genialen Stimme aber schon, denn sie klingt auch Live und selbst mit eher schlechtem Equiment aufgenommen, einfach nur genial und das ist dann schon wieder ein gutes Prädikat für die Stimme und den Gesang von Amy Winehouse.
Hier einmal ganz schlicht am Klavier in ihrem Urlaub:
Das gibt es doch gar nicht, da hör ich mal von einer abgedrehten neuen Künstlerin die besoffen auf der Bühne steht und das Publikum beschimpft, sehe mir das Video an und denke nur was für eine asoziale Person. Etwas später höre ich nebenbei im Radio, dass eben besagte Künstlerin bei den Grammy Awards so alles abräumt, was man als Solokünstler und Sänger abräumen kann.
Vor knapp einem Monat bekomme ich dann von einem Bekannten die Platte von Amy Winehouse eher nebenbei in die Hand gedrückt und beginne aus purer Neugier auf diese Assoziale mit Hype übersäte Newcommering, mir die Scheibe anzuhören.
Asche auf mein Haupt! Junge was dieses Weib für eine geile Stimme!
Da ich in den letzten Monaten so Vieles um die Ohren hatte, dass ich selbst den mehr oder weniger wichtigen musikalischen Ereignissen folgen konnte, ist ja diese Frau so ganz und gar an meinen Ohren vorbeigegangen, bis jetzt.
Nun ist dies fast die einzige Scheibe, welche ich mir auch wirklich von vorne bis hinten anhöre und das zu Recht!
Diese Frau hat eine Stimme die man nur von einer schwarzen Sängerin erwartet und eine eben solche Phrasierung welche man nur aus den 70ern und den vor-70er Jahren kennt. Dies kombiniert mit einer Musik und Arrangements die genau auf diese Zeit abzielen, deren eindeutigen Charakter tragen aber geschickt auf die moderne Beat- und Rhythmikgewohnheiten abgestimmt sind.
In einem früheren Beitrag erzählte ich von Filmen, welche für Musiker Kult sind. Daraufhin kamen noch ein paar Kommentare mit weiteren Filme, aber der Film The Commitments, wurde nicht aufgeführt.
Die Rhythm and Blues Musik von Wilson Pickett spielt in diesem, irisch-britischer Spielfilm nach einer Romanvorlage von Roddy Doyle um eine Gruppe Jugendlicher in Dublin, die eine Soul-Band gründen, eine zentrale Rolle. Andrew Strong ist als Sänger nicht gerade ansehnlich, dafür kann er aber gesanglich überzeugen und damals wollten schon der ein oder andere, eine derartig rauhe Stimme besitzen.
In den Anfängen von unserer Band, The Big Easy, war die Musik von The Commitments schon ein wesentlicher Fixpunkt, so das der ein oder andere Wilson Picket Song in unser Reperetoire aufgenommen wurde. Die Musik selbst höre ich mir immer noch gerne an und wenn der Film mal wieder einmal im Fernsehen läuft, wie gerade jetzt auf Tele5, dann wird er auch angeschaut.
Wer diesen Film nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt anschauen, zumal er als europäischer Film, um einiges Erdiger und ehlricher daherkommt, als die typischen Amifilme.
Hier eines der unveröffentlichten Songs von Nana Mouskouri "Black Coffee", aus der Produktion mit Quincy Jones und mit viel Soul und Swing in der Stimme der Griechin:
Hierzulande kennt man Nana Mouskouri nur aus der Schlagerszene. Wenn man Nana Mouskouri jedoch nur auf dieses Genre reduziert und ihr keine echten Sangeskünste zugesteht, dann tut man ihr übel unrecht. Schon 1962 nahm die griechische Schlager-Diva, zusammen mit Quincy Jones, einige Jazz-Standards auf und bannte dies auf die hörenswerte Scheibe Nana Mouskouri in New York. Daran erkennt man, dass es gelegentlich auch unter den Schlagermusikern, echte Musiker/Künstler gibt.
Ich bin ein absoluter Prince-Fan. Ich habe fast all seine CD's und einige Bootlegs, sowie zahlreiche Single-CD's und habe sogar mal eine inoffizielle Biographie von ihm gelesen. Ich habe zudem locker ein halbes Dutzend seiner Konzerte besucht und kann diese nur wärmstens empfehlen, denn dieser Typ ist ein echter Musiker und das heißt für mich, er ist ein Top-Livemusiker.
Wenn man etwas über musikalische Vielfalt, Rhythmus, Groove, Einzigartigkeit und Vielfältigkeit wissen will, solte man sich mit diesem Künstler näher beschäftigen.
Für mich war das eigentilch eher eine tuntige Person in de 80ern, der halt ein paar Hits in den Charts hatte und da so einen blöden Film in den Kinos am laufen hatte mit einem recht gutem Song der wie der Film, Purple Rain hieß. Eines Tages spielte mir ein Bekannter einen Song von Prince vor und der hatte es in sich. Der Song hieß Times und war so komplett anderst, als das was ich vorher kannte. Dieser Song animierte mich dazu die Doppel-CD des Albums zu holen und so nach und nach vervollständigte ich meine CD-Sammlung zu Prince. Es ist nur all zu verständlich, dass dieser Künstler unter Musikern hoch angesehen ist und einen sehr hohen Ruf genießt.
Insbesondere liegt das auch daran, dass er wie Stevie Wonder, nahezu alle Instrumente selber spielen kann, welches er eindrucksvoll auf seinen ersten zwei Alben bewießen hat. Nebenbei hat er zahlreichen Künstlern, mit seinen Songs, zu nummer Eins Hits verholfen, hat einen Oscar und nun auch einen Golden Globe bekommen. Das hat schon einiges zu sagen.
2006 wurde Prince wie auch James Brown, in die UK Hall OF Fame aufgenommen und hier überreicht Beyonce Knowles den Preis an Prince.
Wie ich kurz zuvor berichtete, war Prince bei dem von ihm gewonnenem Preis, für den besten Filmsong, nicht anwesend, was auch tatsächlich so aussah, als wären alle etwas überrascht und es eine gewisse peinliche Pause gab. Wie sich herausstellte, hat es wohl verkehrstechnische (traffic) Probleme gegeben und nun ist er doch bei den Golden Globes anwesend, welches Hugh Grand am Mikro, noch höflich bemerkte.
Soeben hat Prince, den Golden Globe für "Best Original Song", für den Song "Song Of The Heart", den er im Film "Happy Feet" beigesteuert hat, gewonnen. Happy Feet ist im übrigen der Film mit den tanzenden und singenden Pinguinen.
Prince ist wohl solch Ehrungen dermaßen gwohnt (hat ja sogar schon einen Oscar gewonnen), dass er erst gar nicht erschienen ist, worauf Justin Timberlake einen kleinen visuellen Gag brachte, in dem er ihn an seiner Stelle annahm und sich dabei etwas kleiner machte und nach oben in's Mikro sprach.
James Brown, alias Godfather of Soul, ist heute im Emory-Crawford-Long-Krankenhaus in Atlanta, Georgia, an Lüngenentzündung gestorben.
Damit ist einer der bedeutensten Funk und Soul Sänger verstoren. Dabei war seine Musik und Shows, Vorbild für eine vielzahl an Künstlern, wie u.a Michael Jackson, Prince usw. Die in seinen Stücken verwendeten Schlagzeugrhythmen sind sogar gängige und beliebte Sampler für moderne Beats in RnB, Techno, House usw. Insgesamt kann man sagen, dass James Brown mit seiner Musik und Shows, die vergangene, wie auch die heutige Popmusik, stark geprägt hat. Auch ich selber spiele in meiner Band The Big Easy zwei seiner Stücke (Sex Machine, I feel good), von dieser leider jetzt schon toden Legende.
Damit ist zweifelsohne, einer der ganz Großen und Prägenden in der Musik, von uns gegangen.
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