Triana war eine spanische Rockgruppe von 1974-1983, die insbesondere Elemente aus der Flamencomusik mit Rock kombinierte und daraus einen eigenen progressiven Rockstil erschufen. Vorbilder waren dabei Bands wie "Vanilla Fudge" und "King Crimson".
Dies verdeutlicht vor allem die folgende Liveaufnhame des Stückes "Abre la puerta".
Zur Zeit mache ich einen Kurzurlaub in Spanien. Ein paar Nachgedanken werden zwar auch in dieses Blog einfließen, aber so alles dazu hier rein zu posten wäre einfach unpassend.
Daher und um die dortige Rubrik Reiseberichte einzuweihen, schreibe ich in meinem noch jungem Spanienforum, einen Reisebericht zu meinem Urlaub in Spanien. Jedes mal wenn ich Zeit habe und ich mich hier in Spanien wieder ins Netz einloggen kann, werde ich den dortigen Reisebericht um ein paar weitere Zeilen ergänzen.
Aus gegebenem Anlass hier nun ein Lied, welches jeder seit gestern kennen sollte und sozusagen als zweite spanische Nationalhymne gilt und es in so vielen Versionen gibt.
Fing sehr gefährlich an für die Spanier, die sich dann aber schnell fassen konnten und dann zu einem gutem, Spiel fanden, bei dem sogar locker noch das ein oder andere Tor für die Spanier hätte drin sein können.
Aus gegebenem Anlass des inoffizielle Lied dieser EM.
So, also heute Abend wird es dann so weit sei. Ich hab nicht die blasseste Ahnung, wer das Spiel gewinnen wird, wünsche mir aber naturgemäß die Spanier als Sieger, zumal Deutschland eh schon drei mal EM und WM Sieger war.
Aus meinem Bekanntenkreis gehen die Wetten in Richtung Deutschland (sind ja auch alles Deutsche), wobei dort ein Ergebnis von 3:2 für Deutschland prognostiziert wird. Naja Leute, das Spiel ist ja noch nicht gelaufen.
Auf jeden Fall freue ich mich auf das Spiel, denn das die Spanier so weit kommen würden, damit hat keiner gerechnet und vor allem denke ich, dass das Spiel heute Abend ordentlich was hergeben wird.
Sollte die Spanier jedoch gewinnen, werde ich natürlich mit vehementer Häme über alle deutschen Blogs herziehen
Yes, 3:0 und das wirklich dramatische an diesem Spiel war, dass ich es nicht einmal live sehen konnte und nur einen Liveticker zur Hand hatte und zeitnah per SMS über die Tore benachrichtigt wurde.
Nebenbei wurde auch Twitter reichlich strapaziert.
Aber am Sonntag habe ich definitiv Zeit mir das Spiel anzuschauen
So und nun seit mal nicht so egoistisch ihr Deutschen, drei Siege in der EM dürfen euch ja wohl genügen. Ihr lauft doch immer am Anfang mit diesen kleinen Kindern auf, dann zeigt wie Kinderfreundlich ihr seit und lasst die doch mal für euch spielen. Seit nicht solche Raffsäcke, die den Hals nicht voll kriegen können und gönnt uns doch mal diesen kleinen Sieg
Hat ja nun wirklich lange genug gedauert, aber nun steht Spanien endlich wieder einmal im Halbfinale und hat dabei auch noch den amtierenden Weltmeister besiegt, trotz zweier nicht anerkannter Fouls durch den "deutschen" Schiedsrichter.
Und ich muss euch sagen, dieser Schiedsrichter hat mich so was von Nerven gekostet, dass war zum Haare raufen.
Das war nicht Lustig!
Aber nun ist es vorbei und Spanien steht im Halbfinale und das alleine ist für mich als Spanier schon fast so viel Wert wie der Rest, der bei dieser Fußballeuropameisterschaft da noch kommen mag
Nun sind meine Urlaubstage in Spanien schon wieder vorbei und weil es hier in Deutschland einfach viel zu kalt ist, habe ich euch etwas Sonne aus Spanien mitgebracht
Passend dazu hier nun die wohl bekanntesten Sonnenlieder der Pop- und Rockgeschichte:
Gestern angenehme 28 Grad Celsius beim Stadtbummel durch Valencia in Spanien gehabt. Bekomme dann am Abend aus deutschem Munde und weiteren gut informierten, BILD-Zeitung lesenden Urlaubern zu hören, dass in Deutschland der Winter mit Schneechaos ausgebrochen ist.
Da werde ich hier doch die Sonnenstrahlen umso intensiver genießen
Der Song "Vamos a la playa" von Righera war 1983 ein großer Hit in Deutschland und schaffte es hierzulande auf Platz Nummer drei in den Charts.
Was vielen aber unbekannt ist, ist das Righeira zum einen Italiener sind und ihren großen Hit "Vamos a la playa" auf Spanisch gesungen haben. Darüber hinaus halten viele diesen Song für einen lockeren Sommerhit, obwohl es dabei um radioaktive Vertrahlung durch die Atombombe geht. So leicht kann einem eine beschwingliche Melodie täuschen
Nicht das der Text irgendwie sonst sehr gehaltvoll sei aber zumindest wurde hier ein richtiger Spanischer Text gesungen und nicht wie die Band Marquess, welche spanische Pseudoblödtexte im Äther verbreitet und dann noch so tut als würden sie richtiges spanisch singen (*pfui*).
Wollen wir uns doch mal den Unsinn ansehen, welcher um das Schenken an Weihnachten so betrieben wird. Die einen behaupten, der Weihnachtsmann bringt die Geschenke. Also jene Figur, die vom Nikolaus abgeleitet und von Coca Cola designed wurde. Dem haben wir ja eigentlich schon am 6. Dezember gedacht und auch dann den Geschenkerummel betreiben. Und dann der Unsinn mit dem Kamin, den fliegenden Schlitten, Rentieren usw. Also wie der Valentinstag eine reine Kommerzerfindung!
Dann hätten wir da noch das Christkind. Das Christkind steht für den neugeborenen Jesus Christus, dem Martin Luther dann die Gabenbringer-Funktin an Heilig-Abend aufgetragen hat. Also um es kurz mal zu erwähnen, ein Neugeborenes beschenkt niemanden, auch nicht wenn es später über Wasser laufen kann und noch ein paar colle Tricks auf Lager hat, sondern es wird bei der Geburt selber beschenkt! Zu Martin Luther selbst, will ich mich als erzkonservativer, spanischer Katholik erst gar nicht äußern müssen.
Da bleiben nur die echten Geschenk- und Gabenbringer, welche in ihrer Funktion in der Bibel genausten festgehalten sind und das sind eindeutig die Heilige Drei Könige. Caspar, Melchior und Balthasar brachten dem neugeborenem Jesus Christus am 6. Januar, Gold, Weihrauch und Myrrhe und kein dicker Mann im roten Coca Cola Kostum und auch nicht das Christkind selbst und schon gar nicht am 24. Dezember, sondern am 6. Januar brachten die Heilige Drei Könige, dem Jesus Kind die Geschenke.
Und wer das nicht verseht, der glaubt auch an den Osterhasen!
Aber weil es eben die Drei Heiligen Könige waren, welche die Geschenke brachten, legen in Spanien am 5. Januar Abends, die Kinder ihre Schuhe am Balkon, damit die vorbeikommenden Heilige Drei Könige wissen, dass dort Kinder sind, um dort die Geschenke zu legen. Ein paar Gaben wie Süßigkeiten für die Könige und evtl. Heu, damit die Kamele nicht einfach am Balkon vorbeigehen sondern ja auch halt machen, können nicht schaden
Leider muss man sagen, dass diese schöne Tradition in Spanien und den lateinamerikanischen Ländern, immer mehr der globalisierenden Einheitsverseuchung durch den Weihanchtsmann in den Medien weicht.
Vielen Dank auch USA und Coca Cola!
Und so schaut es in Spanien aus, wenn die Heilige Drei Könige ankommen. So z.B. im großem Stil in Sevilla:
Da zieh ich mir über das Netz meinen Heimatsender Los 40 Prinzipales und muss zum einen erfahren, dass es nun in Spanien auch die Konsumkette Mediamarkt gibt und diese dort ebenso mit dem gleichen Slogan wirbt, wie in Deutschland "Yo no soy tonto" aka "Ich bin doch nicht blöd". Zum anderen höre ich dann nebenbei einen Jingle, wo eine mir bekannte Melodie auf englisch besungen wird, bis mir klar wird, dass es sich hier um die englische Tokio Hotel Version von Durch den Monsun handelt.
So, nach Israel, Frankreich, England usw. ist nun auch meine Heimat von diesen Typen befallen. Da kann ich nur eines sagen:
Respekt!
Entgegen allen Unkenrufen, haben sich diese Jungs gemacht. Sie haben ihre Hits und sahnen Preise ab, von denen so manch altetablierter Künstler nur träumen kann. Dabei darf man nicht vergessen, das Tokio Hotel sehr geschickt gemanaged und vermarktet wird. Das Produzenten- und Autorenteam mit Peter Hoffmann, David Jost, Pat Benzner und die Universal Music Group wissen nicht nur wie man gute Musik schreibt (und ja Leute, die Musik ist gut), sondern auch wie man diese Band geschickt präsentiert und Stück für Stück aufbaut.
Da bin ich mal gespannt ob ihnen auch wirklich der große Sprung über den großen Teich gelingen wird und sie sich neben den Skorpions, Rammstein, Frank Farian und Nena, als deutsche Musiker in den USA behaupten und etablieren können.
Hier nun die englische Versin von "Durch den Monsun" mit neuem Video von Tokio Hotel:
Es ist schon Lustig, was mein Beitrag über das Pseudospanisch von Marquess so angerichtet hat. Nun bekomme ich schon per Email anfragen, wie und ob ich nicht die Texte von Marquess korrekt übersetzen könnte, bzw. in eine ordentliche, spanische Sprache versetzen könnte.
Es tut mir ja echt Leid Leute, aber ich bin wirklich nicht geneigt, den Unsinn den Marquess dort verzapft haben auch noch korrekt und in einen sinnvollen Inhalt zu überarbeiten. Wendet euch doch dafür einfach direkt an die Urheber, also an Marquess und stellt ihnen die grammatikalischen und orthographischen Fragen, aber nicht mir.
Halten wir doch kurz mal fest, was Marquess überhaupt sind. Diese Band besteht aus vier Deutschen, Italiener bzw. Deutsch-Italiener, welche Spanisch singen. Bis hierhin scheint ja alles ganz OK zu sein.
Das es sich bei diesen Leuten vorwiegend um Musikproduzenten und Autoren handelt muss sich auch nicht zwingend negativ auswirken. Es heißt in der Regel nur, dass sie den Markt gut kennen und wissen worauf so die Leute stehen. Hier insbesondere der deutsche Markt, bzw. die Deutschen an sich. Auch dies ist nicht wirklich verwerflich.
Die spanischen und lateinamerikanischen Rhythmen waren schon immer etwas besonderes für das deutsche Publikum. Gerade in letzter Zeit sind neben Buena Vista Social Club auch in der jungen Popmusik mit Enqique Iglesias, Shakira, Juanes, Christina Aguilera usw. zahlreiche spanischsingende Künstler in den heutigen Charts vertreten. Derlei Trends werden von der Musikindustrie gerne aufgenommen um den Markt schnell mit entsprechenden Produkten zu füllen und um damit Kasse zu machen. Wie ich oben schon geschrieben habe, handelt es sich bei Marquess um Musikproduzenten und Autoren, also eben genau diesen Teil der Musikindustrie, welche Trends analysiert, aufnimmt und auch verarbeitet.
So tat man sich als so genannte Band zusammen und unter dem Namen Marquess produzierte man nun spanische Songs für den deutschen Markt. Auch dies wäre erst einmal nicht wirklich verwerflich, wenn da nicht dieses kleine aber doch heftige Detail wäre: Diese Leute können kein Spanisch, sie können kein spanisch aussprechen, sie haben keine richtigen spanischen Texte und sie singen nur ein übelstes, spanisches Kauderwelsch.
Wer schon einmal die CD von Marquess in den Händen gehalten hat, braucht sich auch nicht zu wundern, dass dort keine Texte abgedruckt sind, denn die haben es in sich, bzw. eben dann doch nicht. Denn diese Texte sind mit das schlimmste, was ich jemals in meiner Muttersprache gehört habe. Ach ja, für jene die es noch nicht wissen, ich bin ein Spanier!
Mancheiner mag sich ja beim durchlesen meines Bloggs über meine mangelnde deutsche Rechtschreibung und Grammatik beschweren, aber ich denke doch, dass mein Deutsch ein mit Platin verziertes Goldstück ist, gegenüber dem, was Marquess den Deutschen dort als Spanisch verkauft. Und was die Leser meines Bloggs nicht wissen können, mein gesprochenes Deutsch ist nahezu Lupenrein. Was die spanische Aussprache von Marquess dagegen angeht,... naja, lassen wir dass mal lieber.
Also das Rezept für einen lateinamerikanischen Hit in Deutschland lautet, ein paar lateinamerikanische Rhythmen, bzw. dass, was Deutsche für solche halten, gepaart mit spanischer Sprache, bzw. dem, was Deutsche dafür halten. Will heißen, man nehme ein paar dem Deutschem bekannte spanische oder nach Spanien klingende Worte und mixe sie zu einem wohlgefälligem Refrain zusammen.
Da der Deutsche an sich kein Spanische kann, spart man sich auch das Geld für einen spanischen Texter/Übersetzer und mache mit einem Jahr Volkshochschulkurs o.ä. einen spanischen Text. Das Resultat klingt für den Spanischkundigen in etwa so, als hätte man einen deutschen Text in eine dieser zahlreichen Übersetzungsmaschinen im Internet eingegeben, nämlich absolut Falsch und vollkommen Sinnfrei.
Es werden also quasi spanische Wörter und Textbausteine verwendet, was aber fernab von einer spansichen Sprache ist und so kann nun auch der Deutsche in absoluter, spanische Unkenntnis, den Refrain lauthals mitgrölensingen und sich ein bisschen lateinamerikanisch fühlen. Soll ja besonders gut auf Ballermann & Co funktionieren
Eine Kostprobe gefälligst?
Wie wäre es mit ihrem Hit "Vayamos Compañeros", bei dem schon der Titel nicht nur falsch geschrieben ist, sondern den so auch kein Spanier sagen würde:
Gehen wir Gesellen
Es gibt eine neue Musik in der Stadt
Springe, springe
Wir haben die Momente
Gehen wir Gesellen.
Am Morgen alle Sachen beenden
Springe, springe
Gehen wir Gesellen
Es gibt eine neue Musik in der Stadt
Springe, springe
Wir haben die Momente
Bis zum nächste Mal
Übersetzung aus http://foren.giblaut.de/eve/forums/a/tpc/f/1001093407/m/55910613101?r=34210656101#34210656101.
Soviel zum Thema, wie mache ich aus Scheiße Geld!
Und es dürfte nun niemanden verwundern, wenn Marquess niemals mit ihrer derzeitigen Musik in einem spanisch sprechendem Land auch nur den Hauch eines Erfolges haben werden, außer als grandiose Lach- und Witznummer.
Und wer sich noch ein paar dieser schönen Übersetzungen antun möchte, der findet diese hier.
Pamplona und seine traditionelle Corrida de Toros, verdankt ihre Popularität zu einem wesentlichem Teil, dem Schriftsteller Ernest Hemingway. Er selbst erlebt die Stierkämpfe dort 1925 und wurde da zu einem Liebhaber und Aficionado des Stierkampfes.
Nun gibt es viele, welche die Bilder im Fernsehen sehen und sich denken, dass macht Spaß, dass kann ich auch.
Nun, ich kann eines sagen, die halbe Tonne Lebensgewicht und die Kraft dieser immensen Nackenmuskulatur, schaut im Fernsehen um ein vielfaches harmloser aus, als sie es tatsächlich sind. Dabei müssen es noch nicht einmal die Hörner sein, die einem treffen und für Verletzungen sorgen. Gerade in Pamplona gibt es die berüchtigte Kurve mit dem extrem rutschigen Untergrund, bei dem die Stiere ausrutschen und fallen. Wenn eine derartige Masse mit ausreichender Geschwindigkeit gegen eine prallt und gegen die dortige Wand drückt, kann sich jeder wohl ausmahlen, wie das ausgeht. Aber noch gefährlicher, sind die Hufe. Da verteilt sich auf einer extrem kleinen Fläche, ein gutes Teil des Körpergewichtes des Stieres. Ein einfacher Tritt des Tieres, beim aufstehen oder beim überlaufen, reicht hier schon aus um größte Verletzungen hervorzurufen.
Es sind gerade bei diesem Stierlauf in Pamplona, gar nicht die direkten Konfrontationen zwischen Stier und Mensch, die zu den Verletzungen führen, sondern einfach die einfachen Unfälle bei denen der Mensch immer den Kürzeren zieht.
Und gerade Touristen, unterschätzen diese Gefahr bei weiten. Nicht selten, gehen sie dort noch mit Restalkohol vom Vortag an den Start oder mit unzureichenden Strandschuhen. Sie überschätzen sich und unterschätzen den Stier, weshalb zu den meisten Opfern dieser Corrida von Pamplona, immer wieder die Touristen zählen.
Zum anderen werden hier die Stiere getrieben und sind in Panik und unter enormen Stress und einem Tiere in Panik, sollte man immer mit höchster Vorsicht begegnen.
Das andere Fatale bei diesen Stierläufen und darunter leidet insbesondere Pamplona durch seine Bekanntheit, ist die große Anzahl an Teilnehmern. Hier behindert man sich gegenseitig, kann nicht dahin fliehen, wo man gerne möchte und läuft Gefahr über andere Teilnehmer zu stolpern und so unter die Hufe der Stiere zu kommen.
Es gibt auch Stierläufe, die mit kleinen, schwarzen Kühen gemacht werden. Diese sind weder vom Gewicht, noch von ihrer Natur aus so gefährlich wie ein Stier. Aber auch diese sollte man nicht unterschätzen.
Ein Stier dagegen, ist aber ein echter Bulle. Das heißt, er ist im Gegensatz zum Ochsen nicht kastriert und somit liegt sein naturgegebenes Interesse darin, sich als Mann zu behaupten und mit Konkurrenten und Eindringlingen zu kämpfen. Dafür hat ihn die Natur über die Evolution hin mit zahlreichen Eigenschaften ausgestattet, die er bei Bedrohung auch zu nutzen weiß.
Wer also ein paar Stierläufe mit den kleinen, schwarzen Kühen gemacht hat und meint er könne dies nun auch bei den Stieren machen, macht hier einen gewaltigen Fehler, der diesen nicht selten mit schweren Verletzungen oder gar den Tot bezahlt.
Ein weiteres Problem bei diesem Stierlauf ist, dass man es hier nicht mit einem, sondern mit zahlreichen Stieren zu tun hat, was die Gefahr nicht wirklich mindert.
Wenn jemand also bei derlei Veranstaltungen ernstahft mitmachen möchte, dem kann ich ihm nur raten, sich das Ganze öfters in Natura anzuschauen. Und mit öfters, meine ich wirklich oft. Er sollte schauen, wie die Stiere so reagieren und vor allem, wie dumm die Menschen in so einer Situation reagieren.
Wenn er sich das dann weiterhin zutraut, einen solchen Lauf mit zu machen und bestehen zu können, soll er mehrere Läufe mit den Kühen mitmachen. Falls er dann jedoch unbedingt einmal mit den Stieren den Lauf machen möchte, dann soll er schauen, dass er sich fernab von Menschanhäufungen befindet, ausreichend Abstand zu den Stieren hat und mehrere, freie Ausweichmöglichkeiten weiß und im Blickfeld hat.
Ich habe mehrfach live miterlebt, wozu ein Stier imstande ist und gerade auf so engem Parkkur, mit so vielen Menschen usw. kann man leicht zum Spielball der Stiere werden. Man sollte genau um seine eigenen Fähigkeiten in dem meist beschränktem Umfeld wissen und nie den Respekt vor dem Stier verlieren, denn wenn einmal der Stier dabei ist einem seinen Respekt zu erweisen, hat man nicht mehr viel von dieser gelernten Weisheit.
Und wer nun meint, hier würde jemand maßlos übertreiben und ich hätte keine Ahnung von dem, was ich hier schreiben würde, der darf sich ruhig ein paar Bilder aus der Corrida von Pamplona ansehen.
Als Spanier habe auch ich eine gewisse Affinität zum Stierkampf und daher lasse ich euch an der Stierkampfdisziplin teilhaben, die mir sehr gefällt und für die man schon ordentliche Cojones (Eier) haben muß.
Woanderst führt man den Mittagsschlaf aufgrund seiner erwiesenen Produktivitätsförderung ein und in Spanien soll er aufgrund von angeblicher Produktivitätsminderung, wegrationalisiert werden.
Bei der Sendung Habe trifft, präsentierte Hape Kerkeling den Sänger Ricky Martin für seinen Auftritt mit den Worten, er sei der spanisch sprechende Sänger mit den meist verkauftesten Platten.
Als Spanier in Deutschland, habe ich zwar nicht regen Kontakt zu Spanien und dem weltumspannenden spanischen Musikbuissenes, aber vor einiger Zeit bekam ich die Information zum dem erfolgreichsten Einzelinterpret.
Als der wohl erfolgreichste Einzelinterpret gilt nämlich Julio Iglesias mit über 250 Millionen verkauften Alben und 26000 Platin- und Goldschallplattenauszeichnungen. Zudem ist er ja als Spanier und damit auch spanisch sprechender Interpret bekannt.
Julio Iglesias gilt auch als der Wegbereiter für den Latinotrend in der USA, was er durch sein damaliges Duett mit Diana Ross einleitete und deren gemeinsames Video für MTV. Somit war er auch Wegbereiter für Sänger wie Ricky Martin.
Ich meine, dass Ricky Martin noch einiges zu Wege bringen muss, bis er an einen altgedienten wie Julio Iglesias herankommt.
Da bringt zum Resteessen meines Geburtstages, eine Bekannte zwei weitere Bekannte ihrerseits mit. Am Zielort, meinem Domizil angekommen, schauen sie sich um und fragen laut nach dem Restaurant.
Meine Bekannte, hat nämlich ihren Bekannten erzählt, ob sie nicht Lust hätten, lecker Paella, Kuchen und Cappuccino beim Spanier zu verköstigen.
Zu erwähnen sei hier, dass ich unter Freunden und Bekannten als Der Spanier bekannt bin und als solcher gerufen werde, denn der Deutsche an sich, ist mit dem Namen JoaquÃn EnrÃquez Beltrán, schlichtweg überfordert und greift daher gerne auf einfache und typbezogene Pseudonyme zurück.
Nur wüssten dies natürlich die Bekannten der Bekannten nicht.
Aber sie haben es sich sehr gut munden lassen bei mir.
Man vergisst zu schnell, dass die Musik auch in anderen Längern aktiv und hoch gepflegt wird. In einem Lokal treffen wir auf ein relativ junges Trio (Drums, Gitarre, Bass) , welches auf sehr hohem Niveau Jazz und Funk in gutem Mainstream darbieten. Auf ein näheres Gespräch hin, lädt mich der Gitarrist zu einem Rockcontest ein, wo er in anderer Formation die eher härtere Gangart spielt.
Tage später können wir vereinzelte Bands der Region in unterschiedlichen Konstellationen und musikalischer Vielfalt beim Rockcontest hören und erleben bei einem Soundcheck einen derart penetranten Bassisten, dass es uns fast die Sprache verschlägt. Er nutzt tatsächlich jede Gelegenheit um auf seinem Bass zu spiele. Läufe rauf und runter, ein bisschen Slappen etc. und sobald Ruhe einkehrt und jemand mal sein Instrument alleine für den Soundcheck anspielen will, fühlt er sich berufen, gleich mitzuspielen. Nicht einen einzigen Moment wo einer der anderen Instrumentalisten oder Sängerin alleine einen Ton erzeugen können, ohne dass er sogleich seinen Bass anschlägt.
Obwohl sich durch das permanente Dazwischenspielen der Soundcheck endlos in die Länge zieht, sagt hier niemand einen Ton oder ruft ihn mal zur Rehssohn. Die Leute hier haben eine Engelsgeduld. Mir wäre da schon lange der Faden gerissen und es wären ein paar klärende aber bestimmte Worte gefallen.
Aber er setzt noch einen drauf. Eigenmächtig geht er ans Mikro und grüßt mal so kurz Bekannte im Publikum in der Art wie „hallo, kuck mal, hier oben bin ich.“. Und während des Auftrittes, macht er noch ein bisschen Winke-Winke zu den Bekannten. Schaut aus wie ein real gewordener Teletubbie. Nervig, peinlich, unglaublich!
Einige der Bands sind nicht wirklich unser Geschmack, andere hingegen zeigen ein erstaunliches Niveau. Auch eine Blues-Band, die wir eines Tage in einem Lokal antreffen ist nicht schlecht und schafft ohne Probleme die Leute dort zum Tanzen zu bewegen.
An anderen Tagen, haben wir das Vergnügen zum einen die Band Revólver und Presuntos Implicados zu hören. Bekannte spanische Bands, die ich leider selbst auch noch nicht kannte, aber unser Schlagzeuger letztere schon, da sie wohl seit über 20 Jahren im Geschäft sind. Unser Bassist ist angenehm überrascht über die Musik und hatte wohl bisher eher etwas anderes erwartet. Auch das Publikum ist sehr breit gefächert vom Säugling bis zur Oma und das bei Musik die auch Laut und sehr Rockig ist. Dabei gibt es aber kein Gedränge und es herrscht eine lockere, entspannte und ausgelassene Stimmung. Unheimlich angenehm das ganze.
Bis Nachts um 23.00 Uhr übt das ansässige Orchester, was hauptsächlich aus Bläsern und diversen Schlagzeugen und Percussion besteht inmitten der Wohnsiedlung vor der Kirche, da die Temperaturen im Observatorium zu heiß sind um ordentliche zu Proben.
Ein Unterfangen, was angesichts der Lautstärke, hier in Deutschland, selbst zu normalen Tageszeiten, sicher eine Fülle an Beschwerden nach sich ziehen würde und wohl schon bei der Bekanntgabe unterbunden würde.
Das Orchester trägt ein erstaunliches Repertoire und als unser Bassist meint in der Nachbarschaft würde wohl jemand laut eine Platte spielen, zeig ich im vor Ort das spielende Orchester. Er ist ebenso wie ich vom Klang und dem Arrangement angetan, fügt aber gleich hinzu, dass so etwas in Deutschland keine zwei Minuten Bestand hätte, weil dann schon die Polizei alle heimschicken würde.
Alles in allem stellen wir fest, dass die Musik und Musiker die wir stellvertretend in zwei kleinen Städten von 20.000 und knapp 5.000 Bewohnern erleben konnten ein überaus hohes musikalisches Niveau haben und dabei auch richtig Spaß machen.
Kommentare