Welche Band kann schon von sich sagen, dass sie sich gegen altgestandene Bands wie The Cure, Metallica, Foo Fighters und Linkin Park durchgesetzt zu hat? Und dass noch in der Kategorie "Beste Live-Band"?
So ist es nun bei den 15. MTV Europe Music Awards geschehen und Bill Kaulitz nahm für die Magdeburger Teenie-Band Tokio Hotel, den Preis entgegen. Dabei kündigte Bill Kaulitz auch noch ein neues Album der Band für das kommende Jahr an, was sicherlich viele Fans freuen dürfte.
Zwar waren Tokio Hotel von den MTV-Zuschauern auch als bester Act/Darbeitung aller Zeiten nominiert, hatten aber keine Chance gegen Hier unterlagen die Rick Astley der in letzter Zeit im Internet ein fabelhaftes Comeback feierte.
Dies ist ein weiterer Schritt der Band Tokio Hotel zu einem internationalem Act. In Europa fast überall schon bekannt und in den USA und Lateinamerika sind sie auf schon dem Sprung nach oben. Schon im September wurden die Jungs in Los Angeles als beste Nachwuchsband ausgezeichnet und haben zudem noch in Lateinamerika Preise für ihre Musik gewonnen.
Tokio Hotel gewinnen die 2008 MTV EMA als Beste Liveband
Unterschätzen sollte man diesen Preis nicht, denn er wird nicht von Kritikern vergeben sondern durch die Zuschauer von MTV im Internet gewählt. Was man dabei aber auch nicht vergessen sollte ist, dass sich nicht alle Altersgruppen gleichermaßen im Internet bewegen und ebensownig an dieser Wahl teilnehmen. Hier sind besonders häufig Jugendliche/Kinder unterwegs und so verschiebt sich auch dementsprechend die Wahl, denn Tokio Hotel hat gerade in dieser Zielgruppe und unter den sehr motivierten Mädchen, eine sehr große Fangemeinschaft.
Repräsentativ für den allgemeinen Hörgeschmack sind die MTV Awards und die Nominierung von Tokio Hotel daher sicher nicht, aber sie verdeutlichen die große Fangemeinschaft der Teenie Band in der gewünschten und ebenso auch durchaus gewollten, kaufkräftigen Zielgruppe.
Da zieh ich mir über das Netz meinen Heimatsender Los 40 Prinzipales und muss zum einen erfahren, dass es nun in Spanien auch die Konsumkette Mediamarkt gibt und diese dort ebenso mit dem gleichen Slogan wirbt, wie in Deutschland "Yo no soy tonto" aka "Ich bin doch nicht blöd". Zum anderen höre ich dann nebenbei einen Jingle, wo eine mir bekannte Melodie auf englisch besungen wird, bis mir klar wird, dass es sich hier um die englische Tokio Hotel Version von Durch den Monsun handelt.
So, nach Israel, Frankreich, England usw. ist nun auch meine Heimat von diesen Typen befallen. Da kann ich nur eines sagen:
Respekt!
Entgegen allen Unkenrufen, haben sich diese Jungs gemacht. Sie haben ihre Hits und sahnen Preise ab, von denen so manch altetablierter Künstler nur träumen kann. Dabei darf man nicht vergessen, das Tokio Hotel sehr geschickt gemanaged und vermarktet wird. Das Produzenten- und Autorenteam mit Peter Hoffmann, David Jost, Pat Benzner und die Universal Music Group wissen nicht nur wie man gute Musik schreibt (und ja Leute, die Musik ist gut), sondern auch wie man diese Band geschickt präsentiert und Stück für Stück aufbaut.
Da bin ich mal gespannt ob ihnen auch wirklich der große Sprung über den großen Teich gelingen wird und sie sich neben den Skorpions, Rammstein, Frank Farian und Nena, als deutsche Musiker in den USA behaupten und etablieren können.
Hier nun die englische Versin von "Durch den Monsun" mit neuem Video von Tokio Hotel:
Ich kenne ja da ein Mädchen, welches einen eigenen Stil hat sich zu kleiden. Auf die Frage, was dieses stylische Ausdrucksmittel denn wäre, bekomme ich immer EMU zu hören, welches sich angeblich irgendwo vom Punk ableitet.
Aha, also nicht nur Style, sondern auch Musik und evtl. sogar so etwas wie Lebensgefühl?
Aber was ist EMU nun genau?
Dank Batz weiß ich nun das EMU in wirklichkeit EMO heißt und laut Wikipedia die Abkürzung für emotional Hardcore ist und ein Subgenre des Hardcore-Punk, auch Emocore genannt.
OK, dass musikalische Richtungen immer ein gewisses Outfit kreiern haben ist ja nun wirklich nichts neues, aber interessant ist hierbei, dass sich viele gerne streng nach "DIN" EMO kleiden, aber dann der Musik doch nicht soooo verbunden fühlen. Aber auch das gab es schon bei anderen Styles, welche sich aus gewissen Musikrichtungen hervorgetan haben.
"Fashion makes it's own style after the music." (JEB).
Und wer immer noch keine Ahnung hat, um was es sich bei EMO handelt, dem empfehle ich den folgenden 21 minutigen Dokumentarfilm zum Thema EMO und wie man ein EMO wird.
An deiner Stelle hätte ich eine eigene Seite in's Netz gestellt und noch ein paar Pro-Tokio Hotel Videos mehr gedreht. Evtl. sogar noch mit einem eigenem Blog. Damit hättest du Herrn Kerkeling und VW, so richtig Konkurrenz machen können und via AdSense, Bannern und eigenem Shop, auch ordentlich daran verdienen können.
Das mit dem Video, hätte bestes Virales-Marketing werden können, aber so machst du alles nur kaputt.
Eine verpatzte Chance, aus unfreiwilliger Popularität, richtig Geld zu machen. Denn mal im Ernst, ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich doppelt ungeniert.
Und ganz nebenbei, Tokio Hotel sind doch gar nicht so übel.
Ähm, ja, also das ist ja so eine Sache... auf der einen Seite kann ich mich kaum halten und da läuft mir schon dabei die Pippi in die Augen, wenn ich pupertierende Mädchenfans sehe und höre, wie in diesem Video.
Also diese aufopferungsvolle und gequälte Bittstellung für eine Sache, die es ja nun nicht wirklich wert ist, sich der Lächerlichkeit preiszugeben.
Auf der anderen Seite frage ich mich auch, was ist denn heutzutage los in den Schulen? Wie, da werden Tokio Hotel Fans zusammengeschlagen? Ja, was geht denn dort ab? Habt ihr kein Counterstrike zum spielen, dass nun die Tokio Hotel Fans dafür herhalten müssen?
Ja soetwas gehört sich nicht. Um solche Dinge hätte sich mal der Stoiber kümmern sollen!
Aber mich würde da aber doch noch, so in etwa zehn Jahren, das Video interessieren, wo sich Angie, ihr damaliges Statement (als das Video hier) anschaut. Oder gar ihre Reaktion, wenn ihre zukünftigen Kinder, sie auf dieses Video ansprechen
Wie n-tv und weitere Sender berichten, verteidigte nun der Prinzen-Sänger Sebastion Krumbiegel die Band Tokio Hotel:
Die Prinzen haben eine Lanze für die Nachwuchsband Tokio Hotel gebrochen. "Ich finde die großartig", sagte Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel der Nachrichtenagentur AP. "Die werden von Kids bejubelt und von den Journalisten oft niedergeschrieben als Kinderband", kritisierte der Musiker. Sein Kollege Tobias Künzel riet dazu, die Gruppe objektiv zu beobachten und zu beurteilen.
Krumbiegel berichtete von einem Auftritt der Nachwuchsband, den ein Kritiker nach seiner Ansicht völlig falsch dargestellt hatte. "Fakt ist: Die haben an dem Abend live gespielt, die haben gut gespielt, die haben gute Songs", meinte Krumbiegel. Man solle bei allen Aussagen über Tokio Hotel nicht vergessen, dass es sich um eine junge Band handele. "Natürlich können die noch nicht so gut sein wie eine Band, die schon seit 15 Jahren zusammen spielt, aber die können so gut sein wie eine Band, die seit fünf Jahren zusammenspielt."
Künzel fügte hinzu, man müsse die ganze Angelegenheit objektiv betrachten. "Die spielen halt wie 16-Jährige, die haben eine Attitüde wie 16-Jährige, und das ist ihr gutes Recht als 16-Jährige", sagte der Musiker. Schlimmer sei es, wenn man sich als 40-Jähriger noch wie ein 16-Jähriger benehme. Ebenso peinlich sei es, wenn sich ein 16-Jähriger wie ein 45-Jähriger aufführe. "Tokio Hotel sind genau an dem Ort, wo sie hingehören und mal gucken, ob sie da stehen bleiben, oder ob es weitergeht." Das sollte man aber möglichst objektiv und wertfrei betrachten.
Kaum auf der Welt und schon zeigt VIVA am 19.12.2005 gegen 21.00 Uhr ein Live-Konzert der Gelegenheitsalkoholiker Tokio-Hotel.
Bei all den Gerüchten um den Stimmbruch des Frontboys und die ständigen Playbackauftritte vom Song Durch den Monsun, werde ich mir wohl das Konzert bei VIVA anschauen.
Wer den Ruhm hat, hat den Schaden oder so ähnlich.
Zur Band Tokio Hotel macht zur Zeit eine etwas andere Parodie/Hetze auf ihren Hit Durch den Monsun die Runde. Hier das vollständige Krüppel und schwul Video dazu.
Bei einem Tokio Hotel Fanclub in der Form eines Blogs, kann man nett ersehen, welche Zielgruppe hier von der Band angesprochen wird.
927 Gesamtstimmen, worauf der Peak von 25,7% bei 14 Jahren liegt und sich dann der Berg mit weiteren zweistelligen Bereichen bis 12 und 15 Jahre verteilt. Jedoch bewegt sich jenseits von 16 Jahren, so gut wie nichts mehr.
Interessant hätte ich da eine Umfrage gefunden, wie viele davon Buben und Mädels sind
Ich habs damals verpaßt, bzw. ich hab ja auch besseres zu tun, aber nach dem lesen einiger Threads im Internet, hab ich mich mal auf die Suche gemacht und die folgenden Streams gefunden. Wer also Breitband hat, kann sich zum einen das Interview bei Oliver Pocher anschauen und den Live Auftritt bei Oliver Pocher.
Ich versteh ehrlich gesagt nicht die ganze Aufregung um die Band. Die verhalten sich wie 0815 Kids und der Live-Auftritt geht auch in Ordnung. Und das hier eine Band Marktgerecht aufgemotzt wurde... es gibt Leute die tun gerade so, als ob es das noch nie zuvor gegeben hätte. Sebst in Deutschland haben gut produzierte Jugendbands Tradition.
Gestern waren die Kleinen von Tokio Hotel bei Stefan Raab und da stellte sich mir doch gleich die Frage, ob sie endlich mal ihren Hit Live zum Besten geben würden und nicht als Playback wie bei der Comet Verleihung.
Klingt doch ganz nett die Band und für ihr Alter sind die nicht schlecht. Da liegt, wie schon Stefan Raab sagte, noch Potential. Nur warum nicht gleich so auch bei der Cometverleihung?
Da bekommt popkulturjunkie einen erbosten Brief eines jungen Tokio Hotel Fan, weil er mal ein paar offene Gedanken zu der Band geäußert hat. Sie bringt den alten Generationenkonflikt zum Ausdruck und dass die ältere Generation halt die Jugend nicht versteht usw.
Ich meine, sowohl das Produzententeam der älteren Generation, als auch die älteren Verkaufsverantwortlichen bei der Plattenfirma, wissen sehr gut, was der heutigen Jugend musikalisch schmeckt. Und vor allem wissen sie auch, dass junge Mädels bereit sind für junge, männliche Idole, sehr viel Geld auszugeben. So etwas hat seit je her Bestand.
So weiß auch der Produzent Pat Benzner wie er gezielt für die Jugend produzieren muss. Hat er dies doch unter anderem mit Die Lollipops bewiesen. Aber auch die anderen Produzenten die an der neuen Scheibe von Tokio Hotel gearbeitet haben, kennen das Metier und die Zielgruppe genau.
Tja, da hat man eine extra Präsentationsbühne und lässt in der Zwischenzeit die Showbühne aufbauen. Resultat ist, das den Präsentatoren aus der Riege der Pro7-Komiker kaum ein Teenager zuhört, sondern den Vorbereitungen der Bands zuschreit. Abgesehen davon, dass hier viele der Komiker versuchen, Teile ihres eigenen Showprogramms an den Mann zu bringen, was zum Beispiel bei Ingo Appel auf komplette Desinteresse stößt. Na wenn das mal nicht peinlich ist.
Nena bringt auch eine schöne Performance und zwar in Vollplayback. Und zum Schluss wird noch mal kurz das Mikro hochgerissen, wo sie sich brav sprechend bedankt, damit die Unwissenden meinen, hier hätte tatsächlich eine Liveperformance stattgefunden.
OK, andere wie Tokio Hotel haben das ebenfalls gemacht, aber ich finde es für jemanden wie Nena einfach nur schwach.
Tokio Hotel bedanken sich bei der Preisverleihung aber brav bei ihrem Produzententeam, wozu sie wohl auch allen Grund haben werden, wenn sie nur im Vollplayback ihren Hit präsentieren können.
Aber traurig ist es schon, dass hier eine altgediente deutsche Popgröße und eine sozusagen junge Nachwuchsband es nicht schaffen, sich Live selber musikalisch darzustellen, sondern nur Pantomime zur Musik aus der Konserve machen.
Da Lob ich mir bei aller Kritik an den Staaten, deren Livemusikkultur. Aber auch hierzulande, solch Sendungen wie TV-Total und Harald Schmidt, wo nur Künstler auftreten dürfen, die auch Live singen und musizieren.
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